Wurmtest oder Wurmkur? – Alles rund ums Würmchen

Informiert man sich über die Anschaffung eines Hunde liest man natürlich auch alles was dazu gehört. In null komma nix stößt man dann auch auf das Thema Würmer. Eigentlich überall habe ich gelesen, dass man alle 3 Monate prophylaktisch Entwurmen soll. Dabei hilft die Wurmkur nur, wenn der Hund auch Würmer hat. Es stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre erstmal zu testen, ob der Hund ungewollte Mitbewohner hat oder ob man einfach die Kur gibt und damit auf der sicheren Seite ist. Wobei natürlich auch interessant ist, welche unschönen Konsequenzen eine Wurmkur mit sich bringen kann.

Wie kommt der Wurm in den Hund?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten wie das Würmchen ins Hündchen kommt:

  • Dein Hund denkt sich öfter mal, dass Kacke ein echt leckerer Snack wäre? Eventuell denkt das die Kacke auch über deinen Hund. In dem Kot können Wurmeier stecken, die sich dann in deinem Hund häuslich einrichten.
  • Auch Böden und Pflanzen können mit Wurmeiern kontaminiert sein. Durch Schnüffeln oder Schlecken nimmt dein Hund diese dann auf.
  • Oh das tote Tier dort sieht sooo gut aus… da muss ich mich erstmal drin wälzen und vielleicht bekomme ich dann auch noch Würmer! Ja in Aas wälzen oder ihn essen ist keine gute Idee, wenn man als Hund wurmfrei bleiben möchte.

Tut dein Hund keine dieser Sachen hast du Glück und musst wohl niemals entwurmen. Da aber so gut wie jeder Hund Schüffelt, schleckt und uch mal was tut, was er nicht soll, sollte man immer Kontrollieren, ob es einen Befall gibt. Es braucht dir auch nicht peinlich sein. Würmer sind kein Zeichen schlechter Halttung ondern ganz normal.

Was passiert, wenn mein Hund Würmer hat?

Würmer können richtig gefährlich werden, da sie auch Organe des Hundes befallen können und zu Schäden führen können. Und nicht nur dein Hund kann Wurmeier aufnehmen. Auch Menschen können Würmer bekommen und ebenfalls Schäden erleiden. Dafür musst du nichtmal mit seinem Haufen in Kontakt kommen, sondern es reicht, wenn sich der Hund leckt, du ihn streichelst und danach etwas isst. HÄNDE WASCHEN!

Wieso Wurmtest oder Wurkur?

Wurmkur:

Entwurmst du in regelmäßigen Abständen von beispielsweise 3 Monaten können sich die Würmer gar nicht so weit entwickeln, dass sie Organe befallen. Entwurmst du regelmäßg bist du auf der sicheren Seite. Aber es birgt natülich auch Nachteile, auch wenn es einem gerne mal anders verkauft wird. Eine Wurmkur ist nach wie vor ein Medilkament und auch Medikamente haben Nebenwirkungen und können auf Dauer belastend für den (Hunde-)Körper sein. Hat dein Hund jedoch einen Befall, solltest du definitiv zu diesem Medikament mit seinen möglichen Folgen greifen, denn sie Folgen einer Nichtbehandlung sind fahrlässig.

Ich weiß wie dicht ich mit Morty zusammen lebe. Er ist hier mit uns in der Wohnung, wir kuscheln regelmäßig und der ein oder andere ungewollte Schmatzer ist auch dabei, weil der kleine Wollsack halt sehr gerne küsst und man es nicht immer verhindern kann. Dir geht es vermutlich sehr ähnlich. Ganz ehrlich… Ich hab keine Lust auf Würmer weder beim Hund noch bei mir. Es ist eklig. Dazu kommt, dass dein Hund die Parasiten vielleicht ganz einfach wegsteckt und keine weiteren Probleme davon hat, aber es gibt Hunde, denen es mit Wurmbefall nicht gut geht. Deswegen sollte neben dem fleißigen Häufchen sammeln auch die Wurmbehandlung nicht fehlen.

Wurmkurmythen

Wie bei allem gibt es auch bei diesem Thema einige Mythen, die sich hartnäckig halten. Das ein oder andere Missverständnis kann ich evtl. aus dem Weg räumen:

  • Nein die Wurmkur wirkt nicht vorbeugend. Sie hilft tatsächlich nur bei tatsächlichem Befall. Wenn du heute eine Wurmkur gibst, kann dein Hund morgen trotzdem Würmer bekommen. Natürlich schützt auch kein Wurmtest vor Wurmbefall. Ein Wundermittel dafür gibt es leider noch nicht.
  • „Seine Haufen sehen normal aus also hat der auch keine Würmer“ – FALSCH! Wenn du die Würmer schon sehen kannst ist das kein leichter Befall mehr…
  • So gerne ich auch Kokosöl für alles mögliche nutze. Es ersetzt eine Wurmkur leider nicht.

Hersteller von Wurmkuren versprechen einem natürlich, dass der Hund keinerlei Probleme von einer Wurmkur bekommt, aber es ist nach wie vor ein Medikament und besitzt eine Auflistung an Nebenwirkungen. Deswegen sehe ich es kritisch seinem Hund einfach auf gut Glück regelmäßig ein Medikament zu geben, welches er eventuell nicht mal braucht. Aber selektives Testen birgt natürlich auch Kosten, die nicht jeder tragen möchte, was ich durchaus verstehen kann.

Letzten Endes muss jeder die passende Lösung für sich selber finden und ich finde nicht, dass man individuelle Entscheidungen diesbezüglich kritisieren sollte. Wir haben aufgrund Mortys Unverträglichkeiten sowieso schon relativ häufig Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Durch Testen verhindern wir eine weitere Belastung.

Hundetraining mittels App?

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Gefühlt gibt es inzwischen für alles Apps. Ich selber habe etliche, um Schritte zu zählen, Essen zu tracken, zu meditieren und vieles mehr! Wieso sollte man also nicht auch das Hundetraining digitalisieren? Ich habe jetzt fleißig die Pupy-App für euch getestet und wollte euch gerne mal von meinen Erfahrungen berichten.

Was ist Pupy?

Die Pupy-App ist eine App für IOS und Android, in der du alltagsgerechte und ortsunabhängige Trainingsinhalte findest. Es gibt über 200 verschiedenen Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus 13 Kategorien, wie Welpenerziehung, Rückruftraining, Alleine bleiben und vieles mehr. Ergänzt werden diese Inhalte durch tägliche Tipps und interessante Blogbeiträge. Dabei basiert das Training auf den neusten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Hundetraining. Die App ist quasi ein Hunderatgeber to-go und in der Hosentasche.

Ein, wie ich finde, besonderes Goodie ist der Trainer-Chat, mit dessen Hilfe man jederzeit einen Trainer für all seine Wehwehchen in der Hunderziehung konsultieren kann. Du kannst per Nachricht dein Problem schildern oder dem Trainer Fotos und/oder Videos zur Analyse zur Verfügung stellen.

Wie habe ich die App genutzt?

Ich habe die App und die dazugehörige Pro-Version nun vier Wochen lang getestet. Welpenerziehung ist für uns natürlich im Moment nicht so interessant, dennoch gibt es einige Trainingskategorien, die auch für einen hohen Stellenwert haben.

Top aktuell sind bei uns Leinenführigkeit (dank Pubertät mal mehr und mal weniger stark), Medical Training und Trickdogging. Vor allem mit dem Trickdogging und Medical Training habe ich mich in den letzten vier Wochen sehr beschäftigt.

Ein Trick, der auf unserem Plan stand, war das auf den Füßen laufen. Ich habe angefangen die ersten Schritte zu üben und mich von der App alle paar Tage ans Training erinnern lassen. Ich gehöre sonst nämlich zu den Menschen, die Pläne vergessen und aufschieben 😀 Ich bin ganz ehrlich, dass das auf den Füßen laufen bisher noch nicht so gut klappt. Die ersten Schritte hat Morty auf Anhieb verstanden. Nur seine Pfötchen auf meine Füße zu stellen klappt bisher noch nicht so gut. Das liegt aber nicht an der App, sondern daran, dass Morty einfach etwas mehr Zeit für diesen Trick benötigt. Wir bleiben also dran!

Um so besser klappt das Medical Training. Unser Fokus lag auf Fellpflege, Zähne putzen und in Ruhe Abtasten lassen. Diese drei Punkte klappen inzwischen deutlich besser. Während ich am Anfang beim Bürstens ständig eine Futtertube vor Mortys Nase halten musste, damit er ruhig liegen bleibt, schaffen wir es inzwischen auch entspannt und ohne. Es ist ziemlich praktisch beide Hände für die Fellpflege frei zu haben, vor allem da Morty aktuell im Fellwechsel steckt.

Zu guter Letzt habe ich mich vor allem gefreut den Trainer-Chat testen zu können. Ich habe mich mit der Trainerin über eine unserer Baustellen ausgetauscht und einige gute Tipps bekommen, die ich in der Zukunft in die Tat umsetzten werde. Unser Problem ist, dass Morty im Treppenhaus gerne mal unsere Nachbarn anbellt. Diese Problem werden wir zukünftig mit den Tipps, die wir bekommen haben, angehen.

Meine Bewertung

Die App ist meiner Meinung nach toll aufgebaut. Ich finde es gut, dass sie so übersichtlich und ordentlich sortiert ist. Die Videos haben eine super Bildqualität, sind leicht verständlich und werden zusätzlich mit einer schriftlichen Erklärung ergänzt.

Mein Lieblingsaspekt der App und was sie von anderen Apps abhebt ist jedoch der Trainer-Chat, der in der Pro-Version zur Verfügung steht. Die Pro-Version kostet monatlich nicht mehr als meine Lieblings-Streamingdienste und bietet mir einen hohen Mehrwert. Leider fühlt man sich, wenn man keine Hundeschule besuchen möchte, manchmal beim Training doch etwas alleine und vermisst es einen Trainer an seiner Seite zu haben, der einen schon bei kleineren Fragen für Rat und Tat zur Seite steht. Ich habe mir immer eine Person gewünscht, an die ich mich bei Fragen oder kleineren Problemen wenden kann und sie mit dieser App gefunden.

Natürlich ersetzt eine App nicht den persönlichen Besuch beim Hundetrainer bei größeren Baustellen. Das ist auch nicht Sinn und Zweck dieser App. Doch ich finde sie sehr praktisch und unterstützend für die generelle Hundeerziehung und zur Problembewältigung bei kleineren Baustellen.

Falls du Interesse an der App hast kannst du sie hier herunterladen: https://pupy.co/lp/c9n784

Arbeits- und Showlinie beim Australian Shepherd

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Wie bei vielen anderen Hunderassen gibt es auch beim Aussie die Unterteilung in Showlinie und Arbeitslinie. Doch welche Merkmale haben die jeweiligen Linien und worin unterscheiden sich beide? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat die Linie auf den Charakter und Verhalten?

Übrigens: Nur weil ein Hund aus einer Linie stammt, bedeutet es nicht, dass er garantiert Wesen oder Optik dieser Linie hat. Ein Hund der Showlinie kann auch gut mal ein wahres Arbeitstier sein, während einer aus der Arbeitslinie eine Schlafmütze ist. Wie ein Hund letzten Endes ist, kann man nie voraus sagen, sondern nur eine Tendenz geben. Wer sich einen Rassehund holt, sollte sich also bestmöglich vorbereiten.

Die Show-Linie

Foto von @burningstar.aussies

Die Züchtung dieser Linie erfolgt überwiegend auf optischen Aspekten. Sie sollen auf Ausstellungen möglichst hohe Bewertungen erreichen und dies schaffen sie, indem ihr Aussehen am besten dem Rassestandard entspricht. Bei diesen Ausstellungen wird auf Schönheit und korrekten Körperbau geachtet. Charaktereigenschaften und Wesen etc. dieser Hunde spielen eher eine untergeordnete Rolle.

Aussehen:

Vom Aussehen her sind die Aussies der Showlinie eher kurz, breit und kräftig. Zudem haben sie meist eine höhere Stirn. Außerdem sind sie plüschiger, da sie mehr Fell bzw. Unterwolle haben. Das Fell hat oftmals einen höheren Weißanteil als bei den Arbeiterhunden. Allerdings wird auch viel Wert auf Hunde mit ausgeprägteren Farben geachtet.

Charakter:

Aussies der Showlinie haben weniger Arbeitstrieb als die andere Linie. Sie sollen etwas weniger aktiv, allerdings können sie auch wahre Sturköpfe sein. Auch wenn diese Hunde weniger starke Arbeitstiere sind, als ihre schmalen Kollegen, wollen auch sie beschäftigt und ausgelastet werden.

Foto von @burningstar.aussies
Foto von @burningstar.aussies

Natürlich züchtet nicht jeder Züchter nur für den Wettbewerb und ohne sich Gedanken über Charakter zu machen. Gute Züchter achten auch darauf charakterstabile Hunde zu züchten!

Die Arbeitslinie

Bild von @falbenpfoetchen

Aussehen:

Sie sind leichter, schlanker und oftmals auch kleiner als die Hunde der Show-Linie. Bei ihrer Zucht wird vor allem auf Arbeitsleistung und weniger auf Optik geachtet. Sie haben meist eine nicht so hohe Stirn und weniger Fell bzw. Unterwolle, welches außerdem pflegeleichter ist (Macht Sinn 😀 ).

Charakter:

Diese Linie entspricht eher dem Ursprung des Australian Shepherds. Bei der Arbeitslinie handelt es sich um Arbeitstiere, die für Leistung gezüchtet werden. Er ist gut zu trainieren, hat einen ausgeprägten Will-to-Please. Diese Hunde möchten Arbeiten. Aber nur weil sie Arbeitstiere sind müssen sie nicht 24/7 beschäftigt werden.

Bilder von @falbenpfoetchen

Der Linienmix

Natürlich gibt es nicht nur reine Arbeits- und Showlinie, sondern auch eine Mischung aus beidem. Je nach Anteilen der Linie in einem Hund können optische Merkmale und Charakter eher der einen oder der anderen Linie ausgeprägter sein. Garantiert ist das so wie bei den reinen Linien allerdings auch nicht.

Morty ist beispielsweise auch ein Mix aus Show- und Arbeitslinie und ich würde mal behaupten, seinen Arbeitstrieb hat er eher von Papa (Showlinie). Obwohl ich auch, vor allem in der Optik, Merkmale beider Linien erkennen kann. Doch dazu gibt es einen separaten Beitrag.

Welche Linie für welchen Halter?

Man könnte meinen der Aussie der Showlinie ist entspannter und einfacher im Handling und der Aussie der Arbeitslinie ist ein Workaholic. So einfach ist das aber nicht. Nur weil ein Hund einer Linie entspricht ist das keine Garantie für bestimmtes Verhalten. Das Wesen lässt sich nicht voraussagen. Wer sich einen Aussie anschafft, sollte immer ein gewisses Maß an Arbeitswillen mitbringen. Natürlich kann die Linie eine Tendenz geben wie stark man mit dem Hund arbeiten muss, aber ich finde nicht, dass man sich drauf verlassen sollte, dass der Showlinienhund eine Couchpotato ist. Meiner Meinung nach sollte ein Hund der Arbeitslinie definitiv zu Menschen, die auch arbeiten mit ihm Arbeiten wollen und die sich der Aufgabe bewusst sind. Gleiches gilt für mich allerdings auch für Hunde der Showlinie. Eventuell sind gewisse Triebe und Charakterzüge weniger stark ausgeprägt, der Aussie bleibt aber dennoch eine intelligente Rasse, die ausgelastet werden muss.

Eure Bilder

Mir wurden noch mehr Bilder zugesendet, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ihr könnt ja mal raten aus welcher Linie die Hunde stammen oder ob sie wie Morty nicht nur eine Linie haben.

Ich möchte mich nochmal herzlichst bei allen bedanken, die mir ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben ♥ Ihre Accounts findet ihr bei Instagram unter @falbenpfoetchen @burningstar.aussies @benita_wohl und @hayley_on_tour

Hier findet ihr noch einige ergänzende Beiträge. Wie ist mein Leben mit einem Linienmix? Wie ist es mit einem Hund aus der Arbeitslinie?

Mein Leben mit einem Hund aus der Arbeitslinie

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In meinem Beitrag über die Show- und Arbeitslinie beim Australian Shepherd habe ich euch beide Linien vorgestellt und etwas allgemeiner die Eigenschaften und Unterschiede erläutert. Morty ist, wie ich bereits sagte, eine Mischung aus beiden Linien und ich kann definitiv Züge beider Linien erkennen, sowohl in Aussehen als auch Charakter. Natürlich interessiert mich aber auch, wie es mit einem Hund der einen oder der anderen Linie wäre und wie ausgeprägt sich manches Verhalten zeigen würde.

Die liebe Lena, die ihr auf Instagram unter @falbenpfoetchen findet hat einen Aussie aus der Arbeitslinie und hat sich angeboten einen Gastbeitrag darüber zu schreiben. Darf ich vorstellen: Cooper

Bild von @falbenpfoetchen

Cooper ist ein reinrassiger Aussie aus der Arbeitslinie und stellt uns damit so manchmal vor ganz große Herausforderungen im Alltag. Fast jeder Mensch, der das erste Mal auf uns trifft fragt unweigerlich, aus welcher Rasse unser Aussie-Mix denn stammt. Die Verwunderung ist jedes Mal groß, denn Cooper ist ja kein Mix. Dass die Menschen ihn aber irrtümlich für einen Mix halten hat aber auch einen ganz einfachen Grund. Als Arbeitslinie ist Cooper zwar an einige Rassestandards gebunden, jedoch beziehen diese nicht so sehr auf die Optik des Hundes, sondern eher auf die Arbeitseigenschaften. Denn genau hierfür wurde er gezüchtet, zum Arbeiten. Cooper hat weder dicke Unterwolle, eine kräftige Figur noch die typischen Ohren. Cooper ist zwar ein Blue Merle, aber bei weitem nicht so kontraststark wie in den Rassestandards vorgesehen. Die meisten halten ihn für einen Aussie-Border-Mix. 

Bild von @falbenpfoetchen

Neben der Optik wird die Arbeitslinie aber auch besonders deutlich in den Charaktereigenschaften von Cooper. Er hat einen extrem stark ausgeprägten Hüte- und Schutztrieb, ist dominant, sehr schlau und vertritt seine eigenen Ideen zunächst sehr standhaft. 

Der Hütetrieb wird so ziemlich in jeder Situation sichtbar. Bei schnellen Bewegungen von anderen Tieren oder Menschen werden diese versucht einzufangen und in den vorgesehenen Radius zurückgedrängt. Dieses Verhalten muss von uns stets im Auge behalten werden und früh unterbunden werden, wenn nicht erwünscht. Zum Hütetrieb gehört auch ganz klar das Zwicken des zu hütenden Objekts. Auch hier muss man aufpassen, einen Blick auf den Hund haben und das Verhalten unterbinden, wenn nicht gewünscht. Im Spiel mit anderen Hunden handelt es sich in 90% der Fälle nicht um ein richtiges Spiel, eher um den Hütetrieb. Cooper jagt anderen Hunden hinterher, umkreist diese und zwickt in die Hinterbeine. Er ist dabei sehr körperlich unterwegs und nimmt keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten des anderen Hundes. Auch hier sind wir als Halter gefragt dieses im Blick zu haben. 

Seinen Hütetrieb darf Cooper bei uns im Stall bei den Pferden ausleben und das genießt er total. Die Arbeit am Pferd bereitet ihm viel Freude und gibt ihm eine sinnvolle Aufgabe. 

Cooper wendet seinen Schutztrieb nur in Bezug auf seine “Herde” an. Diese besteht aus uns Menschen und unserem Pferd. Deutlich wird der Schutztrieb, wenn in Cooper’s Augen ungewöhnliche Dinge passieren. In Wäldern, besonders bei Ausritten mit dem Pferd, zeigt er Wild und Menschen konsequent mit einer stillen Anzeige an. Das Wild ergreift meistens die Flucht. Andere Menschen werden toleriert, wenn sie sich nicht “komisch” verhalten. Verhalten sich Menschen aber ungewöhnlich, dann ändert sich Cooper’s Verhalten sehr schnell. Der einst freudige Hund beäugt und beobachtet den Menschen ganz genau. Kommt dieser uns zu nah und verhält sich weiterhin komisch, kommt meist keine Androhung mehr von Cooper, sondern er geht direkt nach vorne. Auch hier ist man als Halter gefragt genau zu beobachten und entsprechend zu reagieren. 

Ich korrigiere nicht immer jeden Trieb von Cooper, da an manchen Stellen genau dieser Trieb von mir gewünscht ist. Sowohl der Hüte- als auch der Schutztrieb. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass gerade die Arbeitslinie dazu gezüchtet wurde selbstständig Entscheidungen treffen zu können und genau dieses passiert sehr häufig bei einem Aussie aus der Arbeitslinie. Da werden dann auch mal Entscheidungen des Halters hinterfragt, umgangen oder ausgepöbelt. 

Einen zeitlichen Mehraufwand hat die Arbeitslinie gegenüber einer Showlinie meiner Meinung nach nicht. Cooper hat sein tägliches Programm. Mal besteht dieses aus geistiger und mal aus körperlicher Auslastung. Die Arbeitslinie fordert viel Verantwortung durch den Hundehalter ab, aber ansonsten ist die Arbeitslinie eben auch einfach nur ein Aussie. 

Bild von @falbenpfoetchen

Fazit von Joana

Ich liebe es die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Aussehen, Charakter und Verhalten zu sehen. Das ist einfach total interessant. Vergleiche ich Morty und Cooper kann ich ganz eindeutig Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen.

Beispielsweise finde ich Morty und Cooper von der Schnauze her sehr ähnlich. Beide haben keine so hohe Stirn und eine etwas längere Schnauze. Auch Morty ist nicht so kompakt und kräftig gebaut, wie es bei der Showlinie vorgesehen ist. Einen deutlichen optischen Unterschied gibt es jedoch: Morty hat eindeutig flauschigeres Fell und mehr Unterwolle. Da kommt wohl der Papa durch.

Auch charakterlich kann ich einige Gemeinsamkeiten erkennen, nur dass diese Verhaltensweisen bei Morty weniger stark ausgeprägt sind. Beispielsweise hat mein Hund zwar einen Hütetrieb, der ist jedoch weniger ausgeprägt. Er kann gut mit anderen Hunden spielen, nur manchmal muss ich ihn etwas zügeln, da er hütet. Menschen lässt er eigentlich immer ihren Weg gehen.

Nochmal vielen Dank für deinen Beitrag Lena ♥

Arbeits- und Showlinie beim Australian Shepherd

*Werbung wegen Accountnennung Wie bei vielen anderen Hunderassen gibt es auch beim Aussie die Unterteilung in Showlinie und Arbeitslinie. Doch welche Merkmale haben die jeweiligen Linien und worin unterscheiden sich beide? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat die Linie auf den Charakter und Verhalten? Übrigens: Nur weil ein Hund aus einer Linie stammt, bedeutet… Weiterlesen Arbeits- und Showlinie beim Australian Shepherd

Rasseportrait: Labradoodle

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Ich habe in meiner Instagram-Story gefragt, ob es vielleicht den ein oder anderen gibt, der Lust hätte einen Gastbeitrag für meinen Bog zu schreiben. Die liebe Katharina, die ihr bei Instagram unter @cooperofdoodleroodle findet hat sich gemeldet und möchte euch heute einmal den Labradoodle vorstellen.

Bild von @cooperofdoodleroodle


Heute würde ich euch sehr gerne meine Rasse vorstellen! Vorher möchte ich mich aber erst bei euch vorstellen:

Ich bin der Cooper und wohne in Rheinland-Pfalz. Geboren bin ich am 13.09.2020 bei DoodleRoodle in Römild und lebe seit dem 14.11.2020 bei meiner Familie wo ich mich auch sehr wohl fühle! Jetzt erzähle ich euch mal etwas von meiner Rasse. Nämlich dem Labradoodle!

Geschichte vom Labradoodle

Der Labradoodle wurde 1989 von einem Mann Namens „Wally Conron“ gezüchtet! Wally Conron wollte einen Blindenhund erschaffen, der aber auch gleichzeitig für Menschen mit einer Hundehaar-Allergie geeignet ist.
Daher kreuzte er einen bekannten Blindenhund nämlich den „Labrador Retriever“ mit dem Großpudel, der kein Unterfell hat. Die dabei entstandenen Hunde wurden „Labradoodle“ genannt.

Was für ein Fell haben Labradoodle?

Labradoodles können das Fell vom Labrador oder auch das Fell vom Pudel erben. Aber meistens ist es ziemlich sicher das ein ausgewachsener Labradoodle ein etwas lockigeres Fell hat!

Charakter

Labradoodles sehen nicht nur freundlich aus, sie sind es auch! Meistens lässt sich das Verhalten aber nicht so genau sagen, da zwei verschiedene Rassen im Spiel sind! Oft sind die Doodles verschmust, sozial und sind super als Familien und Blindenhund geeignet!

Versteht sich ein Labradoodle mit anderen Hunderassen?

Eigentlich verträgt sich ein Labradoodle mit jeder Hunderasse. Je früher der Hundebesitzer mit der Sozialisierung seines Hundes anfängt, desto früher wird der Hund mit anderen Hunden besser klar kommen. Aber das gilt ja sowieso für alle Hunderassen und nicht nur für den Labradoodle!

Ernährung eines Labradoodles


Da der Labrador ziemlich Verfressen ist und leicht zum Übergewicht neigen kann, sollte man sich bewusst sein, dass einen Labradoodle das meistens dann auch ist.

Das war meine kurze Vorstellung von meiner Rasse, dem Labradoodle!
C O O P E R

Bild von @cooperofdoodleroodle

Von Anfängerhunden und keinen Anfängerhunden

Ich bin in einem Buch über die folgende Aussage gestolpert: „Der Aussie ist kein Anfängerhund“. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Aussage problematisch finde. Ich muss mich jetzt also einmal geistig auskotzen.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so richtig, weshalb man Hunde in solche Gruppen einteilt. Offensichtlich bin absolut kein Fan dieser Kategorisierung, denn ich finde, dass sie zu falschen Entscheidungen, falschen Rassebeschreibungen u.v.m. führt.

Ich finde nicht, dass man sich einen Hund anschaffen sollte, weil er einfach oder nicht einfach ist. Man sollte sich immer mit Charakter und Merkmalen auseinander setzen und sich aufgrund dessen für eine Rasse entscheiden. Nur so setzt man sich wirklich damit auseinander, ob der Hund zu einem selbst passt. Es einfach und mit möglichst wenig Arbeitsaufwand haben zu wollen, sollte kein Entschiedenes Kriterium sein. Dein Hund sollte zu dir passen, sonst wirst du nicht glücklich oder vor allem er wird es nicht!

Zudem finde ich, dass so vermeintliche Anfängerhunde charakteristisch verharmlost werden. Auch ein Anfängerhund braucht konsequente Erziehung und eine passende Auslastung. Wie ich finde werden so einige Rassen stark unterschätzt. Nehme ich mal den Labrador als Beispiel. Der freundliche, einfache Hund, der für ein Leckerli alles tut und sich mit Futter in der Hand quasi selbst erzieht. Auch der Labrador kann einem ordentlich auf der Nase rumtanzen (damit hab ich Erfahrung :D) und auch diese Rasse neigt bei falscher Erziehung und Auslastung zu Verhaltensauffälligkeiten. Ein Hund ist kein Kuscheltier!

Ab wann ist man eigentlich kein Anfänger mehr? Nach dem zweiten, dritten, vierten, fünften Hund? Bedeutet das man schonmal einem Hund hatte, dass man wirklich Ahnung hat? Auf keinen Fall! Ich kann schon Jahre lang Hunde halten und dennoch keine Ahnung haben und mich so gut wie gar nicht damit befasst haben. Ich denke wir alle hatten bereits Begegnungen mit „Die regeln das unter sich“ und „Nur mal kurz Hallo sagen“-Menschen, die gerne mal schon jahrelange Hundeerfahrung haben und dennoch so gar keine Hundeerfahrung. Jemand, der sich nicht damit auseinandersetzen möchte, der wird auch trotz Erfahrung mit manch einem Hundecharakter nicht fertig.

Und selbst wenn man schonmal einen Hund hatte und sich damit auseinander gesetzt hat, ist das nur die halbe Miete. Denn der Fokus von Rasse zu Rasse kann so unterschiedlich ein. Wer schonmal einen Jagdhund erzogen hat, der steht mit einem Hütehund vor einer ganz anderen und neuen Erfahrung. Immerhin kennt man schonmal so grundlegendes, was natürlich helfen kann.

Aber ebenso kann man mit Fleiß und Arbeitswille eine Menge erreichen und sehr viel Wissen erlangen. Auch als Ersthundbesitzer, kann man mit einem „komplizierten“ sehr gut fertig werden, wenn man bereit ist dafür etwas zu tun. Und wenn du dich vorher genug schlau machst, dann bist du schonmal auf einem sehr guten Weg.

Zudem wächst man sehr schnell mit seinen Aufgaben und lernt schnell auch seinen Hund zu verstehen. Ich bin jetzt schon viel schlauer als zu Mortys Einzug und Morty war nicht mal mein erster Hund. Man istzudem nicht allein. Man kann sich von Anfang an von einem kompetenten Hundetrainer begleiten lassen, der einem bei Ratlosigkeit weiterhelfen kann. Eine Möglichkeit, die man als „Anfänger“ und „Fortgeschrittener“ immer gut in Betracht ziehen kann.

So das waren einfach mal ein paar Gedanken zu diesem Thema. Es ist dabei natürlich einfach meine persönliche Meinung. Du darfst natürlich gerne eine andere haben 🙂