Nur mal kurz „Hallo“ sagen

Das ist einer der Klassiker unter den Aussagen fremder Hundehalter. Neben „Die regeln das unter sich“ und „der tut nix“ hört man diese Aussage meiner Meinung nach am häufigsten. Auch Morty wurde schon öfter von fremden Hunden begrüßt, oftmals auch ohne Rücksichtnahme auf uns, da er angeleint war. Zum Glück geht er damit inzwischen entspannter um, interessiert sich an der Leine weniger für Fremdhunde und ist generell ein guter Kerl. Aber das war nicht immer so. Fremde Hunde müssen sich nicht begrüßen und heute möchte ich euch verraten, wieso das der Fall ist!

Eine Geschichte aus unserem Leben

Ich habe am Anfang Hundekontakt, wann immer es ging und auch an der Leine zugelassen. Heute sehe ich das anders und würde es auch anders handhaben, aber ich habe seit Mortys Welpenzeit auch eine Menge dazu gelernt. Rückblickend glaube ich, dass einige Probleme, die wir hatten, erst dadurch entstehen konnten. Vor allem bei Unsicherheit und Frust fing Morty oft an fremde Hunde anzubellen. Irgendwann fing ich an keinen Hundekontakt an der Leine zuzulassen und da kam es zu folgender Situation:

Ich bin mit Morty an der Leine unterwegs gewesen. Zu dieser Zeit war er in einer sehr pubertären Phase. Er war aufgeregt, hatte nur Pudding im Kopf und hat gezogen wie ein Ochse. Der Spaziergang begann bereits sehr anstrengend. Zu dieser Zeit brauchte Morty Ruhe und bei Hundebegegnungen generell etwas mehr Abstand. Stichwort: Individualdistanz

Ich habe mir den kompletten Anfang des Spaziergangs die Zeit genommen Ruhe rein zu bekommen, die Aufregung zu beseitigen und an der Leinenführigkeit zu arbeiten. Das hat natürlich gedauert und wir sind nur langsam voran gekommen. Irgendwann haben wir aber sichtlich Fortschritte gemacht und der Spaziergang wurde entspannter. Wir sind dann auf eine Strecke gekommen, an der uns ein Hund entgegen kam. Der Weg war nicht sehr breit also bin ich extra 2 Meter in den Knick gegangen, damit es weiter entspannt bleit.

Leider sah der andere Halter unsere Flucht wohl als Einladung. Ist zu uns in den Knick gekommen, hat besagten Satz gesagt und seinen Hund zu uns gelassen. Ich weiß nicht wie deutlich man „Ich will keinen Hundekontakt“ ausdrücken muss, aber das Ausweichen und mehrfache Wiederholen dieser Aussage meinerseits wurden nicht respektiert!

Das Ende vom Lied war, dass Morty in die Leine gesprungen ist, gebellt hat wie ein irrer und unsere ganze Arbeit in wenigen Sekunden zu Nichte gemacht worden ist. Danach war die ganze Ruhe, die wir mühsam rein gebracht hab weg und wir mussten wieder bei Null starten.

Ich finde es absolut daneben nicht zu fragen, ob Kontakt gewünscht ist, meine Aussagen zu ignorieren und vor allem so fahrlässig seinem Hund gegenüber zu handeln. Spätestens wenn der andere Hund bellend in die Leine springt, denke ich nicht mehr dass der freundlich ist?!

Warum nicht „Hallo“ gesagt werden muss

Was der Mensch als Begrüßung sieht ist für den Hund keine freundschaftliche Interaktion und ein netter Plausch unter Nachbarn. Wir beobachten Hunde, die eine Gegend als ihr Territorium ansehen und den anderen als mögliche Konkurrenz und Eindringling wahrnehmen. Je nach Hunden wird diese Situation mal mehr und mal weniger freundlich gelöst. Manche Hunde zeigen sich selbstsicher, manche beschwichtigend und manche sehen Angriff als beste Verteidigung. Und der Mensch steht dabei daneben und interpretiert die Hunde völlig falsch.

Qualität statt Quantität

Bis Hunde wirklich entspannt miteinander umgehen können dauert das seine Zeit, deswegen sind ausgewählte Hundekontakte sinnvoller als jeden Hund mal „Hallo“ sagen zu lassen. Nur sehr selten spielen fremde Hunde miteinander, auch wenn der Mensch es gerne mal anders deutet.

Gründe warum man keinen Kontakt möchte

So genau kann ich die Gründe gar nicht festlegen, denn es gibt so viele unterschiedliche Gründe je nach Situation. Hier will ich einfach mal ein paar Beispiele nennen:

  • Läufigkeit
  • Unverträglichkeit
  • Krankheit
  • Training
  • Man will es einfach nicht

Es gibt noch viel mehr Gründe. Letzten Endes hat es den anderen aber auch nicht zu interessieren. Wenn ich nicht möchte, dass einer mal „Hallo“ sagt, dann lass ihn das auch nicht tun. Das ganze Thema ist übrigens super umfangreich und von mir hier nur kurz zusammen gefasst. Ich kann nur empfehlen sich noch etwas damit auseinander zu setzen. Das hilft einem auch Verhalten des eigenen Hundes in manchen Situationen zu verstehen.

Aber wenn man es dennoch möchte?

Letzten Endes muss jeder Hundehalter für sich selber entscheiden, wie er mit bestimmten Situationen umgeht. Das finde ich völlig okay und respektiere da auch unterschiedliche Meinungen. In die Erziehung andere mische ich mich nicht einfach ein. ABER, wenn man den Kontakt möchte, dann bitte mit Rücksichtnahme!

Das bedeutet, dass man sich beim andern Halter erkundigen sollte, ob er den Kontakt wünscht, das man ein NEIN respektiert, seinen Hund rechtzeitig anleint und vor allem, dass es keine Ausrede ist. Ich habe oft das Gefühl, dass es als Ausrede für den fehlenden Rückruf gilt und das darf es nicht sein.

Ich habe gerne mal Kontakt ohne Leine mit anderen Hunden, wenn der andere Halter es auch möchte. Viele der Hunde trifft man sowieso immer wieder und irgendwann lernen sie sich kennen. Wenn ich jemanden zum ersten Mal treffe achte ich dennoch auf respektvollen Umgang mit dem Halter und zwischen den Hunden.

Wir sind Pflegestelle

* Anzeige wegen Verlinkung

Ich hatte schon längere Zeit vor Pflegestelle zu werden. Das einzige was mich davon abgehalten hat ist eine Wohnung mit einer ansprechenden Größe für zwei Hunde & meine eigene pubertäre Fellnase. Mit unserem Umzug hat sich der eine Faktor komplett erledigt und Mortys Erziehung ist vielleicht noch nicht fertig, aber immerhin recht souverän. Er hat eigentlich ganz gut gehört und sein Kopf war nicht voller Flausen. Wieso sollte ich meine langen Semesterferien also nicht sinnvoll nutzen & einem Notfellchen eine Unterkunft geben?

Seit einer Woche ist Peter, unser Pflegehund aus Spanien, nun bei uns und ich möchte euch etwas zum Thema Pflegestelle erzählen. Vielen ist vielleicht gar nicht bewusst was das ist, wie man das werden kann und weshalb Pflegestellen für den Tierschutz so eine wichtige Rollen spielen. Und vielleicht helfe ich so dein Interesse, Pflegestelle zu werden, zu wecken. Aber ich möchte euch auch verraten welche Herausforderungen es hat und dass nicht immer alles einfach und schön ist.

Pflegestelle – Was ist das?

Eine Pflegestelle ist eine Familie, die einen Hund vorübergehend für einen gewissen Zeitraum bei sich aufnimmt, bis dieser an seine feste Familie vermittelt wird. Eine Pflegestelle ist ein Zuhause auf Zeit. Dabei ist sie die Möglichkeit für einen Hund (oder auch andere Tiere) aus dem Auslandstierschutz nach Deutschland zu reisen. Das Tier wohnt bei diesen Menschen, lernt unsere Gesellschaft & Umgebung kennen und kann von dort aus an seine hoffentlich Endstelle vermittelt werden. Auch für deutsche Tierheime gibt es Pflegestellen, die man allerdings nochmal etwas unterscheiden muss. In diesem Beitrag wird es um Auslandstierschutz gehen.

Warum sind Pflegestellen so wichtig?

Die Tierheime im Ausland sind völlig überfüllt. Meistens beherbergen diese Einrichtungen mehrere hundert Hunde unter nicht so schönen Bedingungen. Individuell betreut werden kann dort kaum ein Hund. Dennoch ist diese Situation besser als die Straße oder die Haltung unter den schlimmsten Bedingungen.

Pflegestellen bilden den Knotenhund zwischen den Tieren und möglichen Endstellen. Das Problem an Hunden aus dem Ausland ist, dass es schwierig ist einzuschätzen, wie die Hunde sind. Man bekommt ein Überraschungspaket auf vier Pfoten und kann nur schwer einschätzen wie es sein wird. Wie sind deren Charaktere? Welche Baustellen haben sie? Bestehen Probleme gegenüber anderen Hunden, Tieren, Menschen oder Kindern? Welche Baustellen gibt es so?

Die meisten Fragen können Pflegestellen für die Menschen, die einen Hund adoptieren wollen, heraus finden. Sie lernen die Hunde kennen und bereiten sie etwas für ihre Endstelle vor. Den Hund nicht richtig einschätzen zu können, ist ein Punkt, der viele Menschen von einer Adoption abhält. Ein Hund auf einer Pflegestelle kann besser eingeschätzt werden. Und das Wichtigste: Pflegestellen machen es möglich, dass Interessenten die Hunde vorher auch kennen lernen und schauen können, ob es wirklich passt!

Wie kann man Pflegestelle werden?

Die Kriterien für eine Pflegestelle können von Verein zu Verein variieren. Man meldet sich bei einem Verein, der mit Pflegestellen arbeitet. Ein paar Vereine füge ich euch am Ende des Beitrages an!

Man kann Wünsche äußern, welcher der potenzielle Pflegehund werden kann. Geschlecht, Größe und Alter sind z.B. Punkte, die man gut beeinflussen kann. Man kann auch charakterliche Präferenzen äußern, doch da würde ich Aussagen etwas mit Vorsicht genießen. Die Hunde können sich hier doch anders benehmen, als man vielleicht erwartet, auch wenn sich Tendenzen natürlich erkennen lassen. Als Pflegestelle ist man aber auch dafür da genauere Aussagen über den Charakter zu treffen und evtl. Aussagen des Vereins zu korrigieren.

Wir haben z.B. gesagt, dass wir erstmal eher kleinere Hunde aufnehmen wollen, da wir uns erstmal an die Aufgabe heran tasten wollten. Mir wurde dann Peter geschickt und ich hab gleich „Ja“ zu ihm gesagt.

Bei unserem Verein mussten wir zunächst eine Selbstauskunft ausfüllen, hatten ein Telefonat mit einer Mitarbeiterin und hatten auch eine Vorkontrolle. Hört sich schlimmer an als es sich anhört. Das ganze ging recht fix und unkompliziert. Das kann aber sicherlich von Verein zu Verein variieren.

Was macht man dann als Pflegestelle?

Sobald der Hund eingereist ist lebt er bei einem, als wäre er der eigene Hund. Man füttert ihn, geht Gassi, beginnt mit der Erziehung. Manchmal gibt es Baustellen, die man angehen muss. Stubenreinheit, Alleine bleiben oder auch Probleme, die mit einer traurigen Vergangenheit des Hundes zusammen hängen, müssen in Angriff genommen werden. Währenddessen wird der Hund vermittelt und man muss sich mit möglichen Interessenten treffen, damit diese den Hund kennen lernen können.

Dabei bleibt der Hund Eigentum des Vereins und dieser kommt somit auch für alle Kosten auf, kümmert sich um Vermittlung etc. Natürlich kann man den Verein unterstützen, indem man beispielsweise Futterkosten übernimmt. Aber der Verein hat auch Mitspracherecht bei Themen, die den Pflegehund betreffen. Er darf z.B. nicht einfach vermittelt werden und bei Tierarztbesuchen muss man sich mit dem Verein absprechen.

Eine Aufgabe mit Höhen und Tiefen

Es ist natürlich wundervoll ein Tier bei sich aufzunehmen und ihm neue Chancen zu bieten, doch mit der Aufnahme eines Pflegehundes kommen auch gewissen Probleme und Verantwortung mit.

Man weiß nicht was für ein Tier man bei sich aufnimmt und wie es ist, wenn es erstmal aufgetaut ist. Welche Baustellen hat der Hund? Man sollte sich drauf einstellen, dass der Hund mit Baustellen zu einem kommt. In unserem Fall konnte Peter nichts und wir haben mit allem bei 0 gestartet. Er ist ein bisschen wie ein einjähriger Welpe. Er musste alles noch lernen und dennoch hatten wir Glück. Bis auf Unsicherheit gegenüber fremder Hunde, die er mit Bellen zeigt, ist Peter ein toller Hund. Aber nicht jeder hat so viel Glück. Entweder der Hund ist so einfach oder noch einfacher als Peter oder man hat Pech und er hat vielleicht schlimme Erfahrungen gemacht und ist super ängstlich oder so. Man kann es vorher nie genau wissen.

Außerdem geht mit jedem Hund, der einzieht, eine menge Arbeit einher. Gassi, Pflege, Erziehung… jeder Hund macht Arbeit und diese darf man nicht unterschätzen. Auch ein Pflegi als Zweithund handelt man nicht mal so nebenbei ab. Manche Aufgaben lassen sich einfach nicht parallel abarbeiten. So ist es bei uns. Wir haben jetzt ein Pubertier und einen großen Welpen zuhause. Peter ist nicht stubenrein und man muss immer ein Auge auf ihn haben. Sitz, Platz und Grundkommandos müssen wir ihm alles beibringen. Das kann er nicht plötzlich von selber und hat es nie gelernt.

Welche Vereine suchen Pflegestellen?

Es gibt eine menge Vereine mit Hunden von den unterschiedlichsten Stellen. Ich nenne euch jetzt ein paar Adressen, die ich von mir oder aus meinem Umfeld her kenne & evtl. ist für euch das Passende dabei.

SALVA-Hundehilfe e.V.

Ist der Verein, über den Peter zu uns gekommen ist. Der Kontakt stammt von einer Followerin, der ich schon länger folge und mit der ich bereits vor einiger Zeit mich zum Thema Pflegestelle ausgetauscht habe. SALVA holt Hunde aus Parnter-Tierhiemen, Tötungsstationen oder privaten Tierschützern im europäischen Ausland. SALVA arbeitet in ganz Deutschland.

Tierschutzgruppe Herzensmenschen e.V.

Das ist ein Verein, den ich durch Profile kennen gelernt habe, denen ich folge und die Pflegestelle für diese Verein sein durften. Hauptsächlich konzentriert sich dieser Verein auf Hunde aus Rumänien.

Ihr dürft mich natürlich bei Fragen jederzeit per Mail oder per Instagram DM kontaktieren ♥

Sonnenbrand beim Hund

Für uns geht es heute wieder an den Strand. Nichts geht über baden gehen, in der Sonne liegen und das Wetter genießen, wenn die Temperaturen so in die höhe schießen wie sie es heute tun! Dabei ist es wichtig sich ausreichend vor der Sonne zu schützen. Sonnencreme, Sonnenhut, eine Strandmuschel als Schattenspender… Wir Menschen haben vorgesorgt. Leider vergessen wir häufig, dass wir auch unsere Hunde schützen müssen, denn auch sie können in der Sonne verbrennen.

Aber das Fell schützt doch?!

Das stimmt nicht so ganz und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Felllänge, Unterwolle & Fellfarbe haben Einfluss darauf wie gut unsere Lieblinge durch ihr Fell geschützt sind. Helles, kurzes Fell mit wenig Unterwolle ist beispielsweise kein ausreichender Sonnenschutz. Da ist natürlich klar, dass Hunde wie Dalmatiner schnell zu viel Sonne abbekommen. Hunde deren Fell geschoren wird oder, die stellenweise gar keines haben sind z.B. auch sehr anfällig.

Morty hat langes Fell mit Unterwolle und dennoch gibt es Stellen an seinem Körper, die nicht so gut geschützt sind. Beispielsweise kann er sich schnell seine Schnauze in der Sonne verbrennen, da er dort nur kurzes Fell hat. Auch die Haut um die Augen, die Ohren, Bauch und Innenschenkel sind relativ nackig, so wie bei vielen Hunden. Diese Stellen sind auch bei fast allen Rassen genau so schlecht geschützt.

Außerdem können Medikamente die Haut lichtempfindlich machen, sodass es gemischt mit Sonne zu Hautproblemen kommen kann.

Wie sieht ein Sonnenbrand beim Hund aus?

Habt ihr euch schonmal ordentlich in der Sonne verbrannt? Ich mich erst am Mittwoch und die Folgen davon sind sehr unangenehm. So doof sich das für uns anfühlt tut es das auch für unsere Vierbeiner. Bei Hunden sieht Sonnenbrand ähnlich aus wie bei uns. Die Haut ist rot, es können sich Blasen bilden, sie brennt.

Sonnenschutz für Hunde

Man kann den Hund ja nicht einfach mit Sonnencreme einschmieren… oder doch? Tatsächlich gibt es spezielle Sonnenschutzmittel für unsere Fellnasen. Nicht einfach Sonnencreme für Menschen nutzen, denn diese kann mitunter für unsere Hunde schädliche Inhaltstoffe beinhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund diese durch Schlecken aufnimmt ist sehr hoch.

Werden es sehr sonnenreiche Tage, sollte man aber für weiteren Schutz sorgen. Eine Standmuschel kann für Abhilfe sorgen. Oder man zieht seinem Hund ein T-Shirt über. Auch für Hunde gibt es Sonnenhüte.

Warum sollte man Sonnenbrand beim Hund vermeiden?

Erstmal das offensichtlichste: Es ist schmerzhaft. Es juckt und durch kratzen kann sich das ganze noch verschlimmern.

Außerdem können Hunde auch Hautkrebs bekommen, der durch solche Schädigungen der Haut begünstigt wird.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Manchmal kann man es aber nicht verhindern, dass es zu einem Sonnenbrand kommt, doch man kann es seinen Plüschpopos angenehmer machen.

  1. Ab in den Schatten
  2. Kühlende Umschläge oder feuchtigkeitsspendende & kühlende Creme
  3. Bei schweren Verbrennungen ab zum Tierarzt!

Sommer, Sonne, Sonnenschein – Lass nicht den Hund im Auto allein

Jedes Jahr lassen Besitzer ihre Hunde bei hohen Temperaturen im Auto. Jedes Jahr erleiden viele Hunde einen Hitzschlag und jedes Jahr sterben Hunde daran. Bei hohen Temperaturen sollten Hunde nicht im Auto gelassen werden, denn „nur mal kurz“ ist für viele Hunde ein Todesurteil. In diesem Beitrag möchte ich dir verraten weshalb das so schlecht ist, was du tun kannst, wenn du dennoch einen eingesperrten Hund siehst. Aber am aller wichtigsten ist die Frage, was kannst du tun, um dem Hund zu helfen?

Wie komme ich überhaupt auf das Thema? Es ist zwar noch kein Hochsommer in Norddeutschland ausgebrochen, doch auch bei vergleichsweise milden Temperaturen ist Vorsicht geboten. Auch im Frühling und im Herbst kann es zu einer starken Erwärmung der Fahrzeuge kommen. Nicht selten steige ich auch im März mit einem „Uff“ ins Auto ein, weil dieses sich beim Stehen erwärmt hat und zum Backofen mutiert ist. In den Fahrzeugen ist es nicht selten auch für den Menschen unaushaltbar und dem Hund geht es nicht anders.

Ganz im Gegenteil: Hunde verkraften die Hitze sogar schlechter als wir Menschen. Hunde können kaum schwitzen, da sie nur wenige Schweißdrüsen besitzen. Sie können fast nur über Hecheln und Flüssigkeitsaufnahme ihre Temperatur regulieren. Ab 22°C bis 25°C werden Hunde bereits zu faulen Socken und reduzieren ihre Aktivität. Sie werden träge und liegen lieber an schattigen Plätzchen herum.

Autos können sich innerhalb kürzester Zeit auf unaushaltbare Temperaturen erhitzen. Bereits ab 25°C kann der Hund allerdings seine Temperatur nicht mehr rein über das Hecheln regulieren. Diese Temperaturen erreichen Fahrzeuge sehr schnell. Auch das Fenster einen Spalt breit auf lassen oder im Schatten parken bieten bei Hitze keine gute Lösung. Zur Verdeutlichung wie schnell das Auto sich erwärmt habe ich einmal diese Grafik für euch heraus gesucht.

Quelle: PETA

Es gibt übrigens Hunderassen, die aufgrund ihrer Behaarung oder ihres Körperbaus deutlich sensibler auf hohe Temperaturen reagieren. Hunde mit dichtem oder langem Fell und brachycephale Hunderassen können Hitze noch schwerer vertragen.

Wie erkenne ich, dass es einem Hund schlecht geht?

Wenn du einen eingesperrten Hund siehst solltest du erstmal schauen wie es ihm geht. Folgende Anzeichen sind Indikatoren für das Wohlbefinden des Hundes:

  • Hecheln
  • Apathie
  • Nervosität

Was ist ein Hitzschlag?

Ein Hitzeschlag bedeutet Lebensgefahr. Der Körper überhitzt. „Schwitzen“ und Wasseraufnahme können diesen Zustand nicht mehr ausgleichen. Die Organe und der Kreislauf des Hundes kann versagen.

Zu diesem Zustand kann es nicht nur in zu heißen Autos kommen, denn auch extreme körperliche Überanstrengung kann zu diesem Zustand führen.

Einen Hitzschlag erkennst du beim Hund unter den voran gegangenen Merkmalen und zusätzlich starkem Taumeln, Erbrechen, einer dunklen Zunge und einem glasigen Blick.

Du siehst einen Hund bei hohen Temperaturen im Auto? Was kannst du tun?

  • Such den Besitzer, lass ihn ausrufen! Wenn du ihn ausfindig machen kannst kläre den Besitzer auf.
  • Mache Menschen um dich herum auf die Situation aufmerksam.
  • Wenn du ihn nicht findest oder es dem Hund bereits schlecht geht kannst du die Polizei rufen, die den Hund aus der Hitzefalle befreit
  • Nach StGB §34 darfst du im Notfall auch selber handeln

Es kann hilfreich sein die Situation in der sich der Hund befindet zu dokumentieren.

Erste Hilfe beim Hitzeschlag

Schritt 1: Bringe den Hund in eine kühlere Umgebung. Das bedeutet, dass du ihn vom Auto direkt in den Schatten bringen solltest.

Schritt 2: Kühle den Hund ab. Wichtig ist, dass die Abkühlung behutsam erfolgt. Dafür kannst du beispielsweise ein feuchtes Tuch, T-shirt oder sonstigen Stoff nutzen.

Schritt 3: Da Hunde ihre Körpertemperatur auch über Flüssigkeit regulieren, solltest du ihm Wasser anbieten. Dieses sollte nicht kalt sein.

Schritt 4: Feuchte Umschlage an den Beinen und Pfoten anbringen, da das verdunstende Wasser bei Senkung der Körpertemperatur helfen kann.

In jeden Fall, sollte im Anschluss ein Tierarzt aufgesucht werden. Reagiert der Hund bereits nicht mehr und kann auch nicht selber trinken, sollte er sofort zum Tierarzt gebracht werden.

Was kannst du tun um einen Hitzschlag zu vermeiden?

Zunächst einmal das offensichtlichste: Den Hund im Sommer auf jeden Fall nicht im Auto lassen, auch wenn es „nur al kurz“ ist. Lass ihn lieber Zuhause.

Auch anstrengende körperliche Aktivitäten sollte bei höheren Temperaturen vermieden werden. Verlege solche Aktivitäten lieber auf früh morgens oder spät abends, wenn die Temperaturen gesunken sind.

Ich gehe an heißen Tagen generell eher morgens oder abends die große Runde mit Morty. Wenn es sich mittags doch nicht verhindern lässt sind wir allerdings immer dort zu finden, wo Wasser ist, damit er sich zwischendurch immer mal abkühlen kann.

Mein Hund – Mein Therapeut

*Werbung wegen Accountnennung

Foto von @bernsteinmonster

Haben Hunde eine Auswirkung auf die menschliche Psyche und wie können Hunde psychisch erkrankten Menschen helfen. Darum soll es heute hier gehen. Ich werde von meinen eigenen Erfahrungen berichten und euch aber auch einige Fakten nennen, damit ihr seht, dass es Hand und Fuß hat und nicht nur leeres Geschwätz von mir ist 😊

Es gibt bereits viele Studien, die belegen, dass Hunde eine sehr positive Wirkung auf die Stimmung von Menschen haben. Es wurde nachgewiesen, dass bereits ein einmaliger Kontakt mit einem Hund einen messbaren Effekt auf die Psyche hat.

So gibt es beispielsweise in den USA immer mehr Therapiehunde an den Unis, da diese eine positive Auswirkung auf gestresste Studenten haben. Laut einer Studie haben bereits 10 Minuten Kontakt mit einem Hund einen Einfluss auf den Oxytocin-Spiegel. Dieser wird durch Hunde erhöht. Es ist ein Hormon, welches soziale Bindungen stärkt und Gefühle der Geborgenheit hervorruft. Außerdem reduziert es Stress und hebt die Stimmung. Außerdem wurde in einer Studie festgestellt, dass ein Hund die Lebensdauer eines Menschen verlängern kann. Das lässt sich unter anderem darauf schließen, dass Hundemenschen aktiver sind und sich viel in der Natur aufhalten. Ebenfalls spielt es eine große Rolle, dass Hunde eine so positive Wirkung auf die Psyche und Stimmung des Menschen haben. Doch bei welchen Erkrankungen kann ein Hund eine Hilfe sein?!

Hunde können sowohl bei physischen als auch bei psychischen Erkrankungen eine Hilfe sein. Ich werde hier jedoch nur darauf eingehen, dass ein Hund auch ein guter Therapeut sein kann. Hunde können beispielsweise bei den folgenden psychischen Erkrankungen helfen:

  • Schizophrenie
  • Essstörung
  • Depressionen
  • bipolare Störung
  • Borderline
  • Angstzustände/Panikattacken

Speziell für diese Erkrankung ausgebildete Hunde sind dann in der Lage seinen Halter auf ein bestimmtes Verhalten oder Verhaltenswechsel aufmerksam machen. Außerdem sind die Halter durch ihren Hund gezwungen sich um ein Lebewesen zu kümmern. Ebenso sind sie gezwungen ihr Haus / Wohnung z.B. für Gassierunden verlassen zu müssen. Die Hunde sind immer da und nehmen dem Halter ein wenig das Gefühl der Einsamkeit und sie fühlen sich durch ihren Hund geliebt. In Fällen psychischer Erkrankungen sollen die Hunde das Selbstvertrauen des Halters fördern. Sie helfen dabei Ängste abzubauen und können in stressigen Situationen beruhigend auf den Halter einwirken.

Viele Assistenzhundehalter bilden ihre Hunde selbst aus und suchen sich ab und an Hilfe vom Hundetrainer. Eine staatliche Prüfung gibt es in Deutschland allerdings nicht. Alle in Deutschland angebotenen Prüfungen sind nichts rechtsrelevant und wertlos.

Du fragst dich wie ein Hund seinem Menschen konkret helfen kann, hier einige Beispiele:

  • Licht an- und ausschalten (z.B. nach Alpträumen)
  • aus Alpträumen wecken
  • Unterbrechen von Panikattacken, Selbstschädigung, Flashbacks etc.
  • Distanzen schaffen und nachvorne/hinten absichern
  • nach Hause oder zum Ausgang (in Geschäften) führen
  • an einen ruhigen/sicheren Ort odereiner Sitzgelegenheit führen
  • an den Rand einer Menschenmenge führen
  • auf Kommando bellen (zur Abschreckung)
  • an Medikamente erinnern
  • Räume nach Menschen absuchen und ggf. anzeigen
  • aus unangenehmen Situationen/Gesprächen herausziehen
  • sich über ängstliche Personen legen, um körperlichen Komfort bei Angstattacken zu bieten
  • stark depressive Personen werden daran erinnert ihr Bett zu verlassen
  • sie können ein Telefon bringen, um Hilfe zur rufen

Auch wenn nachweislich erkennbar ist, dass Hunde die Psyche und den Körper ihres Halters positiv stärken, wird eine Hundetherapie oder eine Ausbildung zu einem Assistenzhund nicht von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt. Doch wo sollte man einen Hund antreffen, der den Erkrankten helfen kann?!

Foto von @bernsteinmonster

Meiner Meinung nach gibt es viele Einrichtungen, in denen Hunde erlaubt sein sollten. Entweder die Hunde der Patienten oder auch ein Besuchshund, der dann beispielsweise einmal die Woche die Erkrankten besucht.

Ich finde Hunde sind in psychiatrischen Einrichtungen sehr sinnvoll, ob nun ambulant in einer Tagesklinik oder auch stationär. Auch in Alten- und Pflegeheimen sind Hunde eine großartige Aufmunterung und Abwechslung für die Bewohner. Ebenso in einem Hospiz oder in Krankenhäusern, auch wenn es da aufgrund der Hygienevorschriften bestimmt nicht ganz einfach ist. Auch in Rehakliniken sollten Hunde erlaubt sein. Denn in all diesen Bereichen geht es um Menschen, denen etwas fehlt oder Schlimmes widerfahren ist oder sie schlimm erkrankt sind.

Hunde können die Menschen dort beruhigen, etwas von Stress und Anspannung befreien und die Menschen einige Zeit abschalten lassen. Sie bekommen positive Gefühle und nehmen diese dann mit in ihren Alltag.

Auch in Schulen können Hunde sinnvoll sein, da sie beruhigend auf die Kinder einwirken können. Es gibt die Möglichkeit eine Ausbildung mit seinem Hund zum „Schulhund“ zu machen.

Ihr fragt euch sicherlich, warum ich mich so viel mit diesem Thema beschäftige. Das hat eine ganz einfache Erklärung, ich bin selbst psychisch erkrankt und möchte anderen helfen und von meinen eigenen Erfahrungen sprechen. Ich selbst bin seit vielen Jahren depressiv und hatte Anfang 2019 eine so schlimme Phase, dass ich nicht mehr arbeiten konnte und auch Panikattacken und Angstzustände dazu kamen. So war ich dann 2019 für sechs Wochen in einer Tagesklinik und auch danach noch nicht wieder in der Lage arbeiten gehen zu können. Somit entschied ich mich, dann diese Zeit zu nutzen und schaute mich nach einem Hund um. Ich wollte einen aus dem Tierschutz und habe dann im September 2019 Lizzy gefunden.

Seit Ende September 2019 lebt Lizzy nun bei mir und sie hat vieles in meinem Leben verbessert. Zum einen bin ich wirklich gezwungen wieder regelmäßig das Haus zu verlassen, damit Lizzy ausreichend Auslauf und Beschäftigung bekommt. Zudem traue ich mich auch wieder mehr unter Leute und größere Menschenmengen. Somit kann ich in Begleitung von Lizzy z.B. wieder einen Wildpark besuchen oder auch mal zu Fuß in die Stadt gehen. Dies alles war vorher kaum möglich, da ich weder das Haus verlassen habe noch den Mut hatte mich der „Gefahr“ von großen Menschenmengen auszusetzen.

Zudem hat Lizzy sehr schnell realisiert was mit mir los ist und sie merkt vor mir, dass eine Panikattacke im Anmarsch ist. Sie kommt dann zu mir und legt ihren Kopf auf meine Beine oder wenn wir spazieren sind, dann zieht sie mich an ruhigere Orte. Somit konzentriere ich mich dann auf sie und streichle sie, das verhindert teilweise die Panikattacke oder sie wird nicht so schlimm. Allein die Anwesenheit von Lizzy kann mich jederzeit beruhigen und mich aus einer Panikattacke zurückholen. Ich merke wie ich entspannen kann und runterfahren kann sobald Lizzy bei mir ist und ich sie streicheln kann.

Ebenso bin ich für sie auch eine große Hilfe, da auch Lizzy unter Ängsten leidet. Wir ergänzen uns total gut und stärken und stützen uns gegenseitig. Im Jahr 2020 war ich auch noch bei einer Reha und habe Lizzy nach 4 Wochen Aufenthalt noch zu mir in die Klinik geholt. Da es mir dort immer schlechter ging war es schließlich die Anordnung meiner Therapeutin, dass ich Lizzy für die letzten 2 Wochen der Reha zu mir holen soll. Und was soll ich sagen, es war eine riesen Hilfe. Ich konnte mich sofort besser auf alles einlassen und war viel entspannter und ausgeglichener. Natürlich ist ein Hund kein Allheilmittel und ersetzt auch keine ärztliche Behandlung oder Therapie. Aber ein Hund kann eine super Unterstützung und Ergänzung zur Behandlung darstellen.

Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen und wenn ihr Fragen habt oder ähnliche Probleme, dann dürft ihr mir gerne schreiben. Ihr findet mich bei Instagram unter dem Namen „bernsteinmonster“.

Foto von @bernsteinmonster

Vielen Dank für diesen tollen und ehrlichen Beitrag liebe Marit ♥

Zeckenzeit & Zeckenkrankheiten

Die Temperaturen werden wieder wärmer und mit den erhöhten Temperaturen kommen auch die Zecken. Sie lauern in Büschen und auf Grashalmen bis eine Fellnase vorbei läuft. Mit ihren Hinterbeinen halten sie sich an der Pflanze fest und die Vorderbeine greifen nach dem Hund, wenn er vorbei läuft. Doch nicht alle Zecken lauern in den Büschen und warten auf ihre Beute. Es gibt Zecken, die richtig auf die Jagd gehen.

Haben sie ihr Opfer gefunden klettern sie auf ihm herum, auf der Suche nach dem idealen Ort. Sie sind wählerisch und krabbeln bis zu mehreren Stunden auf ihm herum bis sie eine feuchte, warme, gut durchblutete und dünne Haut gefunden haben. Dann beginnt das Festmahl. Sie ritzen die Haut auf und führen ihren Saugrüssel in die Wunde und saugen sich voll.

Nach dieser Beschreibung kribbelt mir der ganze Körper. Zecken finde ich persönlich super eklig. Ich möchte sie weder an mir, noch an meinem Hund haben. Denn sie können schlimme Krankheiten auf Hund und Mensch übertragen. Welche genau möchte ich euch vorstellen.

Babesiose

Die Krankheiserreger Babesien werden von der Auwaldzecke übertragen. Während sie früher noch als Krankheit galt, welche aus dem Urlaub im Mittelmeerraum mitgebracht wurde, ist sie inzwischen auch in unseren Breitengraden immer häufiger anzutreffen und „heimisch“. Sie ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet.

Ca. 12 bis 72 Stunden nach dem Stich beginnen die Babesien die roten Blutkörperchen zu zerstören. Verläuft diese Krankheit akut treten zwischen 10 und 21 Tagen nach dem Stich die ersten deutlichen Symptome auf.

Symptome:

  • Fieber
  • Schlappheit
  • Futterverweigerung
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • bräunlich/roter Urin
  • Husten

Die Nieren können versagen, es kann nicht mehr genug Sauerstoff transportiert werden, der Hund wird bewusstlos.

Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, welche durch Borrelien verursacht wird. Diese Bakterien leben eigentlich im Darm der Zecke, vorzugsweise in dem des Gemeinen Holzbocks, doch können bei einem Stich aktiviert werden. Die Übertragung von Zecke auf den Hund muss nicht sofort erfolgen. Da sie erst mit Blutaufnahme aktiv werden kann die Übertragung bis zu 24 Stunden dauern.

Symptome:

  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Leistungsverlust/-unlust
  • Gewichtsverlust
  • neurologische Ausfälle

Anaplasmose

Anaplasmen sind Blutparasiten, welche einen Teil der weißen Blutkörperchen befallen können. Diese Krankheit wird auch durch den Gemeinen Holzbock übertragen und ist vor allem in Nordeuropa verbreitet.

Diese Krankheit kann phasenweise und über mehrere Jahre andauern. Scheint der Hund genesen, kann diese Krankheit erneut ausbrechen, wenn das Immunsystem des Hundes anderweitig geschwächt wird.

Symptome:

  • Hohes Fieber
  • Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Lahmheit
  • Blutung aus Körperöffnnungen

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Auch diese Krankheit wird vom Gemeinen Holzbock übertragen. Sie ist vor allem kritisch, wenn bereits eine Schwächung des Immunsystems vorliegt, da sie dann das zentrale Nervensystem schädigen kann, indem sie eine Hirnhaut und/oder eine Gehirnentzündung auslöst.

Diese Krankheit ist nicht in ganz Deutschland verbreitet. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen ist sie zu finden.

Ehelichiose

Diese Krankheit kommt zwar eher im Mittelmeerraum vor, doch konnte auch bereits im Saarland nachgewiesen werden und wird von der braunen Hundezecke übertragen. Ausgelöst wird sie durch den Erreger Ehrlichia canis, welcher nach ca. 3 Stunden Blutsaugen übertragen wird.

Je nachdem wie rechtzeitig gehandelt wird sind die Heilungschancen gut oder schlecht.

Symptome:

  • Müdikgkeit
  • Gewichtsverlust
  • Wassereinlagerungen
  • Erbrechen
  • Blutungen aus Körperöffnungen

Leptospirose

Leptospirose ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. Diese Krankheit kann lebensbedrohlich sein und das nicht nur für Hunde, sondern auch viele andere Tiere und vor allem auch für den Mensch.

Infektionsquellen

Mäuse und Ratten sind ein Reservoir für diesen Erreger. Sie können die Bakterien in sich tragen ohne daran zu erkranken. Es ist wichtig den Hund nicht aus Pfützen trinken oder auch in möglicherweise kontaminierten stehenden Gewässern baden zu lassen. Die Kontamination der Gewässer kann durch den Urin anderer infizierter Tiere mit den Bakterien entstehen. Die Bakterien können über die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden. In der feucht-warmen Umgebung können die Erreger, vor allem im Herbst, eine lange Zeit auch ohne einen lebenden Wirt überleben.

Krankheitsverlauf

Nach der Aufnahme der Bakterien über die Haut oder Schleimhäute verbreiten sie sich über das Blut im Körper. Vor allem Leber und Nieren sind betroffen und es kommt zu einer Nierenentzündung und zum Absterben von Leber- und Nierenzellen. Als Folge kann es zu einem Versagen von Leber und Nieren kommen. Außerdem kann der Kreislauf versagen, weitere Organe sich entzünden etc. Die ersten Symptome treten 4 bis 14 Tage nach der Infektion auf. Wird die Krankheit nicht schnell genug behandelt kann das Tier versterben.

Symptome

Die Symptome sind abhängig von einigen Faktoren. Sie sind Abhängig vom Hund, dessen Alter, seiner Gesundheit und letzten Endes welchen Erreger er aufgenommen hat. Grundsätzlich können alle Hunde daran erkranken. Die Sterblichkeitsrate dieser Krankheit ist relativ hoch, vor allem bei Welpen oder zu später Diagnose und Behandlung.

Symptome sind:

  • Schlappheit
  • Futterverweigerung
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Dehydration
  • Gelbsucht
  • Husten
  • Atemnot
  • erhöhtes Pipi machen

Behandlung

Bei Erkrankung ist die unverzügliche Behandlung mit Antibiotika unerlässlich. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Überlebenschance relativ gut. Zu Beginn muss eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um den genauen Erreger herauszufinden und um herauszufinden inwiefern die Organe betroffen und geschädigt sind. Die Gabe von Antibiotika wird aber ohne das Abwarten der Ergebnisse unverzüglich durchgeführt, um schlimmere Schäden und weitere Ansteckung zu verhindern. Vor allem die Ausscheidung der Erreger soll verhindert werden, da die Zoonose auch auf den Menschen übertragbar ist. Der Kontakt mit dem Tier erfolgt über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich mit strengen Hygienemaßnahmen und Schutzkleidung.

Übrigens gibt es gegen die Leptospirose eine Impfung. Bei der Impfung ist es wichtig möglichst viele Erregerstämme abzudecken.

Warum das Trinken aus Pfützen gefährlich werden kann

Ich gebe zu, dass Morty ab und zu aus Pfützen trinken will. Wenn ich merke, dass er durstig ist, bekommt er natürlich immer etwas sauberes zu Trinken von mir, aber vor allem als er noch Trockenfutter bekommen hat hat er fast an jedem Wasserloch ein Schlückchen trinken wollen. Doch das Trinken aus Pfützen kann für Hunde nicht ganz ungefährlich sein!

In ländlichen Regionen auf Feldwegen kann das Wasser durch Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel verunreinigt sein. Die Aufnahme von diesen Mitteln kann zu einer Vergiftung führen, die sich auf die unterschiedlichsten Weisen zeigen kann. Ja nach Menge und Art des aufgenommenen Mittels kann der Hund folgende Symptome zeigen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Verweigerung von Futter
  • Leberprobleme
  • Bauchweh
  • Schwäche

Motoröle können das Wasser verschmutzen. Diese erkennt man an dem typischen Ölfilm an der Wasseroberfläche. Tatsächlich sehe ich solche Pfützen häufiger.

Durch das Wasser kann der Hund Würmer oder Giardien bekommen. Weswegen Würmer schlecht sind könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen:

Leptospirose ist eine Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird und meistens tödlich für Welpen oder Hunde mit geschwächtem Immunsystem endet. Die Leptospiren werden auch beim Trinken aus Pfützen aufgenommen. Die Erreger sind übrigens nicht nur für den Hund gefährlich, denn sie können auch auf den Menschen übertragen werden.

Was einem keiner vorher sagt!

Hundehalter zu sein hat sehr viele positive Eigenschaften. Ich liebe es Morty zu haben und bereue es keinen Tag. Wenn man die Entscheidung fällt, dass ein Hund einziehen soll findet man natürlich die unterschiedlichsten Vor- und Nachteile und bekommt von vielen diese auch erzählt. Ein Hund ist teuer, ein Hund macht viel Arbeit, ein Hund bedeutet Verantwortung und vieles mehr…

Es werden einem allerdings nur die offensichtlichsten Sachen gesagt. Es gibt auch noch andere Aspekte der Hundehaltung, die einem vorher keiner verrät. Nochmal ein dickes Danke an alle, die meinen Beitrag kommentieret haben, denn ein paar dieser Dinge sind eure Vorschläge ♥

Dreckige Schuhe

Meine Schuhe sind immer alle dreckig. Ich komme mit dem sauber machen gar nicht hinterher. Ich wünschte ich wäre klüger und würde mich auf ein einziges festes Gassischuhepaar festlegen, aber ich trage gerne unterschiedliche Schuhe für unterschiedliche Strecken, Wetter und Anlässe. Mein Schuhwerk auf Hunderunden variiert, was man meinen Schuhen leider schnell ansieht.

Rest in Pieces Strumpfhosen

Ich gehöre zu den Menschen, die super gerne Kleider und Röcke mit Strumpfhosen anziehen. Am allerliebsten habe ich diese feinen, die schon bei normalem Gebrauch ständig kaputt gehen. Meiner Meinung nach sind sie gemütlich wie Jogginghosen und sehen dennoch schön aus. Morty hat es geschafft jede einzelne Strumpfhose kaputt zu machen, die ich hatte und es waren ziemlich viele.

So lange der Hund noch jung ist und gerne mal anspringt würde ich es nicht empfehlen solche empfindlichen Kleidungsstücke anzuziehen. Aber auch beim Toben oder auf Gassirunden leben diese Dinger nicht ganz ungefährlich.

Hundemutti-Style

Die Klamotten werden super schnell schmutzig, gehen kaputt und sind manchmal ganz einfach unpraktisch. Man will es zwar nicht, doch irgendwann passt sich der Kleidungsstil dem Zweck mehr und mehr an. Ich habe noch nie zu den besonders modischen Menschen gehört, aber manchmal frag ich mich bei meinem Style, wie ich so rausgehen kann. Vor allem die erste oder letzte Runde am Tag wird mit dem allerfeinsten Hundemutti-Style gefeiert. Ich weiß genau wieso das hier kein Fashion-Blog ist.

Das Zusatz-Küchengerät

Als Morty eingezogen ist stand er vor allem in der Küche andauernd im Weg. Na klar musste er dabei sein, könnte ja etwas runter fallen. Wir haben Morty zwar aus der Küche verbannt, damit er nicht mehr im Weg steht, dennoch beobachtet er, ob etwas daneben geht. Der Hund ist der ultimative Geschmackstester, Müllschlucker und Diätcoach in einem 😀

Ohne Moos nix los

Ich gebe gefühlt sehr sehr viel Geld aus, hab aber nie richtig Ahnung wofür genau. Aber nicht, weil ich mir so viel kaufe, sondern, weil der Hund andauernd etwas „braucht“. Ja Hunde sind teuer, aber diese Kosten meine ich gar nicht. Ich rede nicht von Futter, Tierarzt oder Pflege, sondern ich rede von den neuen Halsbänder oder den besonderen Leckerlies, die der Hund ja unbedingt braucht.

Die Haarpracht

Eigentlich ist jedem klar, dass die meisten Hunde mehr oder weniger stark haaren. Wo man die Haare später überall findet sagt einem keiner, denn die Dinger flattern fröhlich durch die Wohnung. Von unserer Kleidung brauchen wir gar nicht erst reden, denn mein Accessoire heißt Mortyhaar.

Da kann man auch so viel staubsaugen wie man will, denn die Haare sind auch noch super hartnäckig.

Geheime Vorräte

In jeder Hose, in jeder Tasche findet man Leckerlies und Kacki-Tüten. Wirklich in jeder!

Wurmtest oder Wurmkur? – Alles rund ums Würmchen

Informiert man sich über die Anschaffung eines Hunde liest man natürlich auch alles was dazu gehört. In null komma nix stößt man dann auch auf das Thema Würmer. Eigentlich überall habe ich gelesen, dass man alle 3 Monate prophylaktisch Entwurmen soll. Dabei hilft die Wurmkur nur, wenn der Hund auch Würmer hat. Es stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre erstmal zu testen, ob der Hund ungewollte Mitbewohner hat oder ob man einfach die Kur gibt und damit auf der sicheren Seite ist. Wobei natürlich auch interessant ist, welche unschönen Konsequenzen eine Wurmkur mit sich bringen kann.

Wie kommt der Wurm in den Hund?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten wie das Würmchen ins Hündchen kommt:

  • Dein Hund denkt sich öfter mal, dass Kacke ein echt leckerer Snack wäre? Eventuell denkt das die Kacke auch über deinen Hund. In dem Kot können Wurmeier stecken, die sich dann in deinem Hund häuslich einrichten.
  • Auch Böden und Pflanzen können mit Wurmeiern kontaminiert sein. Durch Schnüffeln oder Schlecken nimmt dein Hund diese dann auf.
  • Oh das tote Tier dort sieht sooo gut aus… da muss ich mich erstmal drin wälzen und vielleicht bekomme ich dann auch noch Würmer! Ja in Aas wälzen oder ihn essen ist keine gute Idee, wenn man als Hund wurmfrei bleiben möchte.

Tut dein Hund keine dieser Sachen hast du Glück und musst wohl niemals entwurmen. Da aber so gut wie jeder Hund Schüffelt, schleckt und uch mal was tut, was er nicht soll, sollte man immer Kontrollieren, ob es einen Befall gibt. Es braucht dir auch nicht peinlich sein. Würmer sind kein Zeichen schlechter Halttung ondern ganz normal.

Was passiert, wenn mein Hund Würmer hat?

Würmer können richtig gefährlich werden, da sie auch Organe des Hundes befallen können und zu Schäden führen können. Und nicht nur dein Hund kann Wurmeier aufnehmen. Auch Menschen können Würmer bekommen und ebenfalls Schäden erleiden. Dafür musst du nichtmal mit seinem Haufen in Kontakt kommen, sondern es reicht, wenn sich der Hund leckt, du ihn streichelst und danach etwas isst. HÄNDE WASCHEN!

Wieso Wurmtest oder Wurkur?

Wurmkur:

Entwurmst du in regelmäßigen Abständen von beispielsweise 3 Monaten können sich die Würmer gar nicht so weit entwickeln, dass sie Organe befallen. Entwurmst du regelmäßg bist du auf der sicheren Seite. Aber es birgt natülich auch Nachteile, auch wenn es einem gerne mal anders verkauft wird. Eine Wurmkur ist nach wie vor ein Medilkament und auch Medikamente haben Nebenwirkungen und können auf Dauer belastend für den (Hunde-)Körper sein. Hat dein Hund jedoch einen Befall, solltest du definitiv zu diesem Medikament mit seinen möglichen Folgen greifen, denn sie Folgen einer Nichtbehandlung sind fahrlässig.

Ich weiß wie dicht ich mit Morty zusammen lebe. Er ist hier mit uns in der Wohnung, wir kuscheln regelmäßig und der ein oder andere ungewollte Schmatzer ist auch dabei, weil der kleine Wollsack halt sehr gerne küsst und man es nicht immer verhindern kann. Dir geht es vermutlich sehr ähnlich. Ganz ehrlich… Ich hab keine Lust auf Würmer weder beim Hund noch bei mir. Es ist eklig. Dazu kommt, dass dein Hund die Parasiten vielleicht ganz einfach wegsteckt und keine weiteren Probleme davon hat, aber es gibt Hunde, denen es mit Wurmbefall nicht gut geht. Deswegen sollte neben dem fleißigen Häufchen sammeln auch die Wurmbehandlung nicht fehlen.

Wurmkurmythen

Wie bei allem gibt es auch bei diesem Thema einige Mythen, die sich hartnäckig halten. Das ein oder andere Missverständnis kann ich evtl. aus dem Weg räumen:

  • Nein die Wurmkur wirkt nicht vorbeugend. Sie hilft tatsächlich nur bei tatsächlichem Befall. Wenn du heute eine Wurmkur gibst, kann dein Hund morgen trotzdem Würmer bekommen. Natürlich schützt auch kein Wurmtest vor Wurmbefall. Ein Wundermittel dafür gibt es leider noch nicht.
  • „Seine Haufen sehen normal aus also hat der auch keine Würmer“ – FALSCH! Wenn du die Würmer schon sehen kannst ist das kein leichter Befall mehr…
  • So gerne ich auch Kokosöl für alles mögliche nutze. Es ersetzt eine Wurmkur leider nicht.

Hersteller von Wurmkuren versprechen einem natürlich, dass der Hund keinerlei Probleme von einer Wurmkur bekommt, aber es ist nach wie vor ein Medikament und besitzt eine Auflistung an Nebenwirkungen. Deswegen sehe ich es kritisch seinem Hund einfach auf gut Glück regelmäßig ein Medikament zu geben, welches er eventuell nicht mal braucht. Aber selektives Testen birgt natürlich auch Kosten, die nicht jeder tragen möchte, was ich durchaus verstehen kann.

Letzten Endes muss jeder die passende Lösung für sich selber finden und ich finde nicht, dass man individuelle Entscheidungen diesbezüglich kritisieren sollte. Wir haben aufgrund Mortys Unverträglichkeiten sowieso schon relativ häufig Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Durch Testen verhindern wir eine weitere Belastung.