Unser dritter Pflegehund Cortado

Eigentlich sollte im September kein Pflegehund einziehen. Eigentlich war ich der Meinung, dass es in diesem Zeitraum nicht so gut passt. An den Wochenende habe ich viele Pläne und unter der Woche hab ich auch einiges auf meiner To-Do-Liste. Und dann habe ich Hunde auf meinem Instagram-Account geteilt und mich dabei selber verguckt.

So kam dann Cortado, unser süßer dritter Pflegehund aus Spanien zu uns in den hohen Norden. Er war mit knapp 4 Monaten unser jüngster Pflegehund und nochmal ganz anders als die bisherigen. Ich möchte euch verraten wie die kurze Zeit mit ihm war, welche Herausforderungen wir hatten und wie seine Vermittlung ablief. Cortado durfte bereits eine Woche nach seinem Einzug wieder ausziehen.

  1. Wie wir zu Cortado gekommen sind
  2. Hatte ich Bedenken?
  3. Tag der Ankunft
  4. Wie haben sich die Hunde verstanden?
  5. Was konnte Cortado?
  6. Wie lief die Vermittlung ab?
  7. In Hamburg sagt man Tschüss…

Wie wir zu Cortado gekommen sind

Ein wenig hatte ich euch ja schon berichtet, wie ich zum dritten Mal Pflegestelle geworden bin, obwohl ich eigentlich nicht wollte. Aber ich möchte nochmal genauer auf den Prozess eingehen.

Der Verein, über den ich immer Pflegestelle werde, hat dringend Pflegestellen für Welpen gesucht. Ich wollte den Verein eigentlich nur unterstützen, indem ich die Welpen in meiner Story teile und dabei helfe eine Pflegestelle zu finden. So habe ich durch die Welpen gescrollt, von denen einer wirklich süßer als der andere war. Plötzlich tauchte das Bild von Cortado auf. Auf dem Bild war er auf dem Arm einer Helferin in Spanien. Noch ganz klein mit einem süßen weißen Fleck am Kinn. Wie ein kleiner Milchbart. Es war direkt um mich geschehen.

Ich habe dann einmal unauffällig nachgehorcht, ob Alex damit einverstanden wäre – war er. Also habe ich der Vermittlerin geschrieben und gefragt, ob Cortado noch nach einer Pflegestelle sucht oder ich sonst eines seiner Geschwisterchen aufnehmen könnte.

Da ich ja bereits häufiger mit dem Verein gearbeitet habe, fiel die Vorkontrolle aus und Cortado machte sich bereits eine Woche später auf den Weg aus Spanien zu uns.

Hatte ich Bedenken?

Während ich mir bei den vorherigen Hunden mehr „Sorgen“ gemacht habe, wie es wohl wird, war ich dieses Mal sehr entspannt. Ein junger Hund, der typisch Welpe ist und ohne große Baustellen. Ich wusste durch Mortys Welpenzeit was mich erwartet.

Tag der Ankunft

Die Hunde wurden an einem Freitag Vormittag in den Transporter geladen und haben sich dann auf ihre lange Fahrt aus dem spanischen Tierheim LaLinea in den Norden Deutschlands gemacht. Auf der Fahrt kann natürlich viel passieren. Deswegen gibt es immer eine WhatsApp-Gruppe, in der Adoptanten und Pflegestellen über alles informiert werden. Da der Transporter eigentlich nach Hamburg fahren sollte, wurde ein Fellnasentaxi organisiert, das die Hunde in unsere Nähe gebracht hat.

Eigentlich war an dem Tag viel Stau. Zu Glück kam das Fellnasentaxi trotz angesagten Staus super durch und so war es Samstagabend bereits da, als ich am Treffpunkt ankam. Cortado ist als zweites ausgestiegen und wurde von uns direkt ins Auto in meine Transportbox gebracht. Am Transporter wirkte er noch sehr schüchtern und zurückhaltend. Er hat mich sehr an unsere letzte Pflegehündin erinnert und ich war doch überrascht wie klein er ist. Ich weiß nicht wieso, doch ich war der festen Überzeugung, dass er größer ist.

Zuhause bin ich dann eine kleine Runde mit ihm gegangen. Erstmal alleine und dann einige wenige Schritte mit Morty, um zu schauen, ob sie sich verstehen. Eigentlich mache ich mir da gar keine Sorgen, aber sicher ist sicher. Cortado fand Morty sofort toll und hat sich direkt an ihm orientiert. Nachdem das also wunderbar geklappt hat ging es für uns in die Wohnung.

Wie haben sich die Hunde verstanden?

Cortado war sofort begeistert von Morty. Er fand ihn toll, hat sich an ihm orientiert und wuselte die ganze Zeit um Morty herum. Und Morty? Der war nicht so begeistert. Die meisten Hunde sind von Welpen nicht so super begeistert, da sie ihnen zu wuselig sind. Das passt genau auf diese Situation.

Morty hat eher versucht Cortado auf Abstand zu halten. Er ist weg gegangen oder hat Bescheid gegeben, wenn es ihm zu viel wurde. Ich bin begeistert wie toll und geduldig Morty mit Cortado war! Wie auch schon beim letzten Mal, hat es eine kurze Weile gedauert, bis sich die beiden angenähert haben und einen Tag vor Cortados Auszug wurde sogar gespielt.#

Was konnte Cortado?

Er war wirklich ein typischer kleiner Welpe, dementsprechend konnte er auch nichts. Hauptthemen waren Stubenreinheit, das Erlernen seines Namens und vor Allem das Ankommen & Kennenlernen der Reize hier.

Während er andere Hunde sofort super fand, hat er Menschen erstmal mit einer gesunden Portion Vorsicht betrachtet. Er hatte keine Angst vor uns, aber wenn man auf ihn zugegangen ist, ist er auch mal vor einem zurück gewichen. Das hat sich aber sehr schnell verbessert.

In Punkto Stubenreinheit haben wir es wie auch schon bei Morty gemacht. Nach dem Essen, Spielen, Schlafen usw. vor die Tür. Cortado hat sich sofort getraut hier zu machen, als er angekommen ist. Allerdings das erste Mal auch in die Wohnung. Aber er hat sich auch getraut draußen sein Geschäft zu verrichten und nicht wie Curly erstmal tagelang angehalten.

Außerdem musste man aufpassen, dass der kleine nichts anknabbert – Welpe halt.

Wie lief die Vermittlung ab?

Dieses Mal war die Vermittlung etwas untypisch. Cortado hatte bereits kurz nach seiner Ankunft Interessenten. Diese wohnen einige Stunden Fahrtzeit von uns entfernt. Also wurde alles wichtige vor dem Kennenlernen geklärt. Es fand z.B. bevor eine Adoption fest stand eine Vorkontrolle statt.

Kennenlernen und Abholen fielen auf den gleichen Tag. Sie sollten hier in Ruhe Cortado kennen lernen und wenn es passt, dürfte er direkt ausziehen. Ich habe mir keine Sorgen gemacht, dass Cortado seine Interessenten nicht sofort verzaubert und so war es auch. Am Anfang etwas schüchtern, hat er sich Ihnen schnell angenähert und durfte dann auch tatsächlich mitkommen. Eine Woche von Ankunft bis Vermittlung. Das ist unser neuer Rekord.

In Hamburg sagt man Tschüss…

So hieß es für uns Samstagnachmittag, denn Cortado, der jetzt Oscar heißt, ist in sein Für-Immer-Zuhause. Trotz seines kurzen Aufenthalts ist er mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich bin froh, dass er ein schönes Zuhause gefunden hat.

Ich wünsche Oscar alles Gute für die Zukunft und dass er ein ganz zauberhaftes Leben hier führen wird. Ich hoffe, dass ich ihn nicht aus den Augen verlieren werde und weiter mit erleben kann wie er erwachsen wird, auch wenn er längst ihr Zuhause gefunden hat.


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