Wie viel Wasser braucht mein Hund?

Zu einer artgerechten Hundehaltung gehört jederzeit der Zugang zu frischem und sauberem Trinkwasser. Doch wie viel sollte ein Hund täglich trinken? Wie kannst du deinen Hund zum Trinken animieren, wenn er nicht genug Flüssigkeit aufnimmt? Was gibt es sonst noch zu beachten? Wir schauen uns heute an, was es alles um die Flüssigkeitsaufnahme bei Hunden zu wissen gibt.

  1. Wie viel Wasser braucht ein Hund?
  2. Mein Hund trinkt zu wenig!
  3. Dehydration beim Hund
  4. Wann ist es zu viel?
  5. Näpfe reinigen
  6. Outdoor Getränke

Wie viel Wasser braucht ein Hund?

Es gibt einige Faktoren, die den Wasserbedarf des Hundes beeinflussen. Diese sind unter anderen:

  • Fütterungsart
  • Größe & Gewicht
  • Aktivität
  • Umgebungstemperatur & Wasserverlust
  • Gesundheitszustand

Es gibt ungefähre Richtwerte wie viel Flüssigkeit ein Hund zu sich nehmen muss. Diese sind auch abhängig von der Fütterungsart, denn die Ernährung spielt beim Wasserbedarf eine große Rolle. Hunde, die Nassfutter bekommen, nehmen über ihre Ernährung Wasser auf – der Wasserbedarf sinkt. In Nassfutter befinden sich ca. 80% Wasser. Bei Hunden, die Trockenfutter fressen, wird keine Flüssigkeit übers Futter aufgenommen, demnach müssen sie mehr trinken, denn in Trockenfutter befinden sich gerade einmal 10% Wasser.

Für die Berechnung des Wasserbedarfs gibt es Richtwerte. Diese liegen bei 20 Grad Temperatur und normaler körperlicher Temperatur und Fütterungsart Trockenfutter bei 50-100 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Nassfutter liegt dieser Wert bei 20 – 50 Milliliter pro Kilogramm. Natürlich ändert sich dieser Wert durch die weiteren oben genannten Faktoren.*

Beispielrechnung

Morty wiegt 22 Kilogramm und er bekommt Nassfutter. Sein Wasserbedarf liegt zwischen ca. einem halben Liter bis zu etwas über 1 Liter, abhängig von den oben genannten Faktoren.

Mein Hund trinkt zu wenig!

Wenn ein Hund zu wenig, aber auch wenn er zu viel trinkt, sollte zunächst erstmal abgeklärt werden, ob der Hund gesund ist. Grundlage von „schlechtem“ Trinkverhalten kann nämlich eine Erkrankung sein. Ist der Hund allerdings kerngesund und trinkt einfach zu wenig, gibt es einige Möglichkeiten den Hund zum Trinken zu animieren und Flüssigkeit in ihn hinein zu schummeln. Ich stelle euch einige dieser Möglichkeiten vor.

Pimpe das Wasser beispielsweise mit einem Schups Kokoswasser oder Früchten auf.

Bekommt dein Hund Trockenfutter? Dann weiche sein Futter vor dem Fressen in Wasser ein.

Probiere doch mal einen Wasserspender aus. Dieser verbindet Wasser und Beschäftigung.

Biete deinem Hund regelmäßig Wasser an, wenn ihr unterwegs seid, aber auch Zuhause.

Zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen birgt einige Risiken. Denn wie der menschliche Körper besteht auch der Hundekörper zu einem großen Anteil aus Wasser. Es ist wichtig bei der Verdauung, der Nährstoffverteilung im Körper, Ausscheidung von Giftstoffen u.v.m.

Dehydration beim Hund

Dehydration bedeutet, dass der Körper nicht genug Wasser aufgenommen hat und austrocknet. Dieser Zustand kann lebensgefährlich werden. Erkennen tut man eine Dehydration z.B. durch Schlappheit.

Überprüfen kannst du, ob der Hund dehydriert ist, mit dem Hautfaltentest. Hierzu wird die Nackenhaut des Hundes vorsichtig 5-7cm nach oben gezogen und losgelassen. Ist die Haut schnell wieder normal, liegt keine Dehydration vor. Erreicht die Haut langsamer ihren Normalzustand hat der Hund zu wenig Flüssigkeit.

Wann ist es zu viel?

Trinkt der Hund mehr kann es durchaus einfach an äußeren Umständen, wie wärmeren Außentemperaturen oder erhöhter Aktivität liegen. Aber auch stressbedingt kann der Hund dazu neigen mehr zu trinken.

Auch die Gesundheit des Hundes sollte bei erhöhtem Wasserbedarf betrachtet werden. Hat der Hund Durchfall oder bricht, versucht er ggf. den Wasserverlust übers Trinken auszugleichen. Es gibt einige Erkrankungen, die vermehrtes Trinken als Symptom mit sich bringen. Hierzu zählen beispielsweise Nierenerkrankungen, Diabetes Insipidus u.v.m.

Man sollte im Zweifelsfall besser einmal beim Tierarzt nachfragen. Ggf. hat dieser auch Medikamente verschrieben durch die der Hund mehr trinkt.

Näpfe reinigen

Das Wasser des Hundes sollte täglich gewechselt und die Näpfe regelmäßig gereinigt werden. Denn der feuchte Napf ist eine tolle Sammelstelle für Keime und Krankheitserreger jeder Art.

Outdoor Getränke

Ich empfehle jedem immer etwas zu Trinken mitzunehmen, damit man seinem Hund jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stellen kann, denn das Trinken aus Pfützen, stehenden Gewässern, aber auch anderen Wasserquellen birgt einige Risiken. Besonders an heißen Tage ist es jedoch wichtig, dass der Hund auch unterwegs genug trinken kann.

Finger weg von Salzwasser! Warum genau ist eigentlich selbsterklärend.


Mehr dazu kannst du in diesem Beitrag nachlesen:


Vorsicht auch bei Seen, wenn es längere Zeit warm außen ist. Wenn der Hund Blaualgen aufnimmt kann es gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

*https://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/wasserbedarf


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