Welpenschutz

„Dem passiert schon nichts – der hat noch Welpenschutz!“ – Eine Aussage, die ich so oder so ähnlich schon etliche Male gehört habe. Sowohl zu Mortys Welpenzeit, als auch in Hundebegegnungen mit fremden Welpen als er schon erwachsen war. Diese Aussage bereitet mir jedes Mal Gänsehaut, denn den Welpenschutz, so wie wir ihn oft pauschal meinen, gibt es gar nicht. Wann genau es tatsächlich einen Welpenschutz gibt, wann nicht und worauf wir bei Hundebegegnungen mit unserem Welpen achten sollten möchte ich euch in diesem Beitrag verraten.

Wann gibt es einen Welpenschutz?

So etwas wie Welpenschutz gibt es tatsächlich unter Hunden aus einem Familienverband, die sich einander sehr nahe stehen. Diese unterstützen sich tatsächlich auch häufig bei der Jungtieraufzucht. Welpenschutz bedeutet aber nicht, dass die Kleinen tun und lassen können was sie möchten. Die erwachsenen Hunde werden sie dennoch korrigieren und bei der Erziehunghelfen. Gerade solche Korrekturen wirken aus Menschensicht häufig ziemlich fies. Verletzen wollen steck da aber nicht hinter.

Wann gibt es keinen?

Auch der Welpenschutz im eigenen Rudel gilt nicht immer. Vor allem bei unausgeglichenen Beziehungen zwischen Hündinnen innerhalb einer Gruppe, kann es es zur Konkurrenz zwischen diesen kommen. Ein mögliches Ende dieser Konkurrenz ist tatsächlich die Tötung der Welpen und somit das Ausschalten der Konkurrenz für die eigenen Nachzuchten. Bei Rüden kommt dies zwar i.d.R. nicht vor, dennoch ist Vorsicht manchmal besser als Nachsicht.

Noch fataler kann es bei Fremdhunden werden, denn oftmals ist der angebliche Welpenschutz eine Bedingung seinen Welpen in eine Hundebegegnung mit einem völlig fremden Hund zu lassen. Dabei wäre es für diesen nur natürlich die Konkurrenz für die eigenen Nachkommen zu beseitigen. Welpen leben außerhalb ihres eigenen Familienverbands ziemlich gefährlich.

Warum passiert dann nicht häufiger etwas?

Jetzt wissen wir also, dass dem Fremdhund erstmal ziemlich egal ist, ob das ein Welpe ist, dennoch haben viele unserer Welpen ja die Welpenzeit überlebt ohne schlimme Erfahrungen mit Fremdhundebegegnungen zu sammeln. Warum ist das so?

Ganz einfach. Die fremden Hunde sind in dieser Hinsicht einfach gut erzogen, das hat nichts mit Welpenschutz zu tun. Man sollte dennoch darauf achten auch seinen Welpen anständig mit Fremdhunden zusammen zu führen und diese nicht einfach drauf losstürmen zu lassen. Außerdem sollte man einschreiten, wenn man merkt, dass es dem anderen Hund zu viel wird. Denn gerade dieses quirlige und grenzenlose Verhalten, welches Welpen oftmals haben, stößt nicht immer auf Begeisterung.

Mein Hund mag keine Welpen – stimmt etwas mit ihm nicht?

Mag ein Hund keine Welpen oder versucht diese sogar zu verletzen bedeutet das nicht, dass mit dem Hund nichts stimmt, denn eigentlich ist sogar ziemlich natürlich. Fremdes Genmaterial ist für sie nicht schützenswert. Wie oben beschrieben müssen Welpen auch oft noch Grenzen kennenlernen. Nicht jeder Hund ist von grenzenlosem Verhalten ein Fan.

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