Buchvorstellung: Angst bei Hunden mit Martin Rütter

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Das Erkennen und der richtige Umgang mit Angst bei Hunden will erstmal gelernt sein. Grundsätzlich hat meiner Meinung nach jeder Hund manchmal vor seltsamen Situationen oder Dingen Angst. Vor allem mit dem Plan Pflegestelle werden zu wollen ist das Thema Angst nochmal sehr stark in meinen Fokus gekommen, denn man weiß nie was ein Hund aus dem Ausland so erlebt hat. Die passende Lektüre zum Thema Angst bietet der Kosmos-Verlag. Das Buch mit Martin Rütter verspricht die Entstehung und die Anzeichen von Angst zu beleuchten und mögliche Therapien darzustellen. Wir schauen uns das Ganze heute mal an.

Inhalt

Natürlich ist das Thema Angst sehr komplex und lässt sich nicht auf wenigen Seiten abspeisen. Zunächst wird erstmal der Begriff Angst an sich definiert und in unterschiedliche Aspekte aufgeteilt. Wie entsteht Angst? Können Hunde unter Phobien leiden? Wie entstehen Traumata? Einem wird erklärt, weswegen Angst ein natürliches und sogar notwendiges Gefühl ist, aber wie es auch zu übermäßig werden kann. Dabei werden auch gängige Erziehungsmethoden wie die anonyme Korrektur beleuchtet, die mitunter zu einer erlernten Hilflosigkeit durch Angst ohne Ursache führt. Aber Angst ist nicht nur ein Problem, dass durch schlechte Erfahrungen kommen kann. Es wird auch betrachtet durch welche physiologischen Ursachen Angstverhalten entstehen kann. Dem Hundehalter wird erklärt wie er Angstauslöser und Meideverhalten bei seinem Hund erkennen kann.

In weiteren Kapiteln des Buches wird betrachtet wie es zu Angst kommen kann. Gab es Probleme bei der Sozialisierung durch schlechte Erfahrungen? Erlebt der Hund aus dem Ausland hier einen Kulturschock und ist daher ängstlich? Auch das Problem der Überforderung mit Angst als Folge wird erläutert. Dabei wird auch auf das Thema Stress beim Hund eingegangen und wie man damit am besten umgeht.

Es wird auf auf Kommunikation bei Hunden eingegangen. Welche Signale können Hunde aussenden, um ihren gegenüber zu beeinflussen. Interessant sind die im Buch angesprochenen Übersprunghandlungen, wenn ein Hund nicht so richtig mit einer Situation umzugehen weiß.

Zum Ende des Buches werden gängige Ängste betrachtet. Welche Ursachen gibt es? Welche Lösungsstrategien sind möglich. Wie arbeitet man z.B. an der Angst vor Männern.

Bewertung

Der Titel des Buches ist „Angst bei Hunden“ und hierum dreht es sich tatsächlich im Großen und Ganzen. Auf zu viele Abschweifungen, die mit dem Thema nicht viel zu tun haben wird verzichtet. Die thematischen Ausflüge, die es gibt sind kurz aber dennoch sehr hilfreich, um Hunde besser verstehen zu können.

Das Buch ist einfach und verständlich geschrieben, sodass man den Text sehr gut Lesen kann. Praktisch sind die vielen Praxisbezüge und bildlichen Verdeutlichenden des Geschriebenen. Insgesamt bekommt man viel Wissen zum versprochenen Thema vermittelt. Gut finde ich, dass so viel Wissen in ein vergleichsweise dünnes Buch (ca. 170 Seiten) gepackt wurde. So bietet es viel Inhalt ohne ein anstrengender und angsteinflößender Klopper zu sein.

Schön finde ich die letzten Kapitel, in denen auf Alltagsängste und deren Lösungen eingegangen wird. Vor allem die Lösungstrategien können sehr hilfreich sein.

Für wen ist dieses Buch was?

Am Anfang hatte ich die Angst, dass das Buch nur für Leute geeignet ist, deren Hunde große Probleme mit Angst und Traumata haben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auf den ersten Seiten mit einem „normalen“ Hund nicht wiederfinden konnte. Allerdings wird das Buch etwas später auch für Halter von mutigen Hunden super interessant, da man viel „allgemeines“ Wissen findet, dass man in einfachen Welpenerziehungs-Ratgebern nicht findet. Vor allem die körpersprachlichen Bezüge wie Meideverhalten und Übersprunghandlungen sind interessant für jeden Hundehalter.

Das Buch kann ich definitiv empfehlen. Sollte ich dein Interesse geweckt haben findest du hier zum Buch:

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