Wurmtest oder Wurmkur? – Alles rund ums Würmchen

Informiert man sich über die Anschaffung eines Hunde liest man natürlich auch alles was dazu gehört. In null komma nix stößt man dann auch auf das Thema Würmer. Eigentlich überall habe ich gelesen, dass man alle 3 Monate prophylaktisch Entwurmen soll. Dabei hilft die Wurmkur nur, wenn der Hund auch Würmer hat. Es stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre erstmal zu testen, ob der Hund ungewollte Mitbewohner hat oder ob man einfach die Kur gibt und damit auf der sicheren Seite ist. Wobei natürlich auch interessant ist, welche unschönen Konsequenzen eine Wurmkur mit sich bringen kann.

Wie kommt der Wurm in den Hund?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten wie das Würmchen ins Hündchen kommt:

  • Dein Hund denkt sich öfter mal, dass Kacke ein echt leckerer Snack wäre? Eventuell denkt das die Kacke auch über deinen Hund. In dem Kot können Wurmeier stecken, die sich dann in deinem Hund häuslich einrichten.
  • Auch Böden und Pflanzen können mit Wurmeiern kontaminiert sein. Durch Schnüffeln oder Schlecken nimmt dein Hund diese dann auf.
  • Oh das tote Tier dort sieht sooo gut aus… da muss ich mich erstmal drin wälzen und vielleicht bekomme ich dann auch noch Würmer! Ja in Aas wälzen oder ihn essen ist keine gute Idee, wenn man als Hund wurmfrei bleiben möchte.

Tut dein Hund keine dieser Sachen hast du Glück und musst wohl niemals entwurmen. Da aber so gut wie jeder Hund Schüffelt, schleckt und uch mal was tut, was er nicht soll, sollte man immer Kontrollieren, ob es einen Befall gibt. Es braucht dir auch nicht peinlich sein. Würmer sind kein Zeichen schlechter Halttung ondern ganz normal.

Was passiert, wenn mein Hund Würmer hat?

Würmer können richtig gefährlich werden, da sie auch Organe des Hundes befallen können und zu Schäden führen können. Und nicht nur dein Hund kann Wurmeier aufnehmen. Auch Menschen können Würmer bekommen und ebenfalls Schäden erleiden. Dafür musst du nichtmal mit seinem Haufen in Kontakt kommen, sondern es reicht, wenn sich der Hund leckt, du ihn streichelst und danach etwas isst. HÄNDE WASCHEN!

Wieso Wurmtest oder Wurkur?

Wurmkur:

Entwurmst du in regelmäßigen Abständen von beispielsweise 3 Monaten können sich die Würmer gar nicht so weit entwickeln, dass sie Organe befallen. Entwurmst du regelmäßg bist du auf der sicheren Seite. Aber es birgt natülich auch Nachteile, auch wenn es einem gerne mal anders verkauft wird. Eine Wurmkur ist nach wie vor ein Medilkament und auch Medikamente haben Nebenwirkungen und können auf Dauer belastend für den (Hunde-)Körper sein. Hat dein Hund jedoch einen Befall, solltest du definitiv zu diesem Medikament mit seinen möglichen Folgen greifen, denn sie Folgen einer Nichtbehandlung sind fahrlässig.

Ich weiß wie dicht ich mit Morty zusammen lebe. Er ist hier mit uns in der Wohnung, wir kuscheln regelmäßig und der ein oder andere ungewollte Schmatzer ist auch dabei, weil der kleine Wollsack halt sehr gerne küsst und man es nicht immer verhindern kann. Dir geht es vermutlich sehr ähnlich. Ganz ehrlich… Ich hab keine Lust auf Würmer weder beim Hund noch bei mir. Es ist eklig. Dazu kommt, dass dein Hund die Parasiten vielleicht ganz einfach wegsteckt und keine weiteren Probleme davon hat, aber es gibt Hunde, denen es mit Wurmbefall nicht gut geht. Deswegen sollte neben dem fleißigen Häufchen sammeln auch die Wurmbehandlung nicht fehlen.

Wurmkurmythen

Wie bei allem gibt es auch bei diesem Thema einige Mythen, die sich hartnäckig halten. Das ein oder andere Missverständnis kann ich evtl. aus dem Weg räumen:

  • Nein die Wurmkur wirkt nicht vorbeugend. Sie hilft tatsächlich nur bei tatsächlichem Befall. Wenn du heute eine Wurmkur gibst, kann dein Hund morgen trotzdem Würmer bekommen. Natürlich schützt auch kein Wurmtest vor Wurmbefall. Ein Wundermittel dafür gibt es leider noch nicht.
  • „Seine Haufen sehen normal aus also hat der auch keine Würmer“ – FALSCH! Wenn du die Würmer schon sehen kannst ist das kein leichter Befall mehr…
  • So gerne ich auch Kokosöl für alles mögliche nutze. Es ersetzt eine Wurmkur leider nicht.

Hersteller von Wurmkuren versprechen einem natürlich, dass der Hund keinerlei Probleme von einer Wurmkur bekommt, aber es ist nach wie vor ein Medikament und besitzt eine Auflistung an Nebenwirkungen. Deswegen sehe ich es kritisch seinem Hund einfach auf gut Glück regelmäßig ein Medikament zu geben, welches er eventuell nicht mal braucht. Aber selektives Testen birgt natürlich auch Kosten, die nicht jeder tragen möchte, was ich durchaus verstehen kann.

Letzten Endes muss jeder die passende Lösung für sich selber finden und ich finde nicht, dass man individuelle Entscheidungen diesbezüglich kritisieren sollte. Wir haben aufgrund Mortys Unverträglichkeiten sowieso schon relativ häufig Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Durch Testen verhindern wir eine weitere Belastung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s