Von Anfängerhunden und keinen Anfängerhunden

Ich bin in einem Buch über die folgende Aussage gestolpert: „Der Aussie ist kein Anfängerhund“. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Aussage problematisch finde. Ich muss mich jetzt also einmal geistig auskotzen.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so richtig, weshalb man Hunde in solche Gruppen einteilt. Offensichtlich bin absolut kein Fan dieser Kategorisierung, denn ich finde, dass sie zu falschen Entscheidungen, falschen Rassebeschreibungen u.v.m. führt.

Ich finde nicht, dass man sich einen Hund anschaffen sollte, weil er einfach oder nicht einfach ist. Man sollte sich immer mit Charakter und Merkmalen auseinander setzen und sich aufgrund dessen für eine Rasse entscheiden. Nur so setzt man sich wirklich damit auseinander, ob der Hund zu einem selbst passt. Es einfach und mit möglichst wenig Arbeitsaufwand haben zu wollen, sollte kein Entschiedenes Kriterium sein. Dein Hund sollte zu dir passen, sonst wirst du nicht glücklich oder vor allem er wird es nicht!

Zudem finde ich, dass so vermeintliche Anfängerhunde charakteristisch verharmlost werden. Auch ein Anfängerhund braucht konsequente Erziehung und eine passende Auslastung. Wie ich finde werden so einige Rassen stark unterschätzt. Nehme ich mal den Labrador als Beispiel. Der freundliche, einfache Hund, der für ein Leckerli alles tut und sich mit Futter in der Hand quasi selbst erzieht. Auch der Labrador kann einem ordentlich auf der Nase rumtanzen (damit hab ich Erfahrung :D) und auch diese Rasse neigt bei falscher Erziehung und Auslastung zu Verhaltensauffälligkeiten. Ein Hund ist kein Kuscheltier!

Ab wann ist man eigentlich kein Anfänger mehr? Nach dem zweiten, dritten, vierten, fünften Hund? Bedeutet das man schonmal einem Hund hatte, dass man wirklich Ahnung hat? Auf keinen Fall! Ich kann schon Jahre lang Hunde halten und dennoch keine Ahnung haben und mich so gut wie gar nicht damit befasst haben. Ich denke wir alle hatten bereits Begegnungen mit „Die regeln das unter sich“ und „Nur mal kurz Hallo sagen“-Menschen, die gerne mal schon jahrelange Hundeerfahrung haben und dennoch so gar keine Hundeerfahrung. Jemand, der sich nicht damit auseinandersetzen möchte, der wird auch trotz Erfahrung mit manch einem Hundecharakter nicht fertig.

Und selbst wenn man schonmal einen Hund hatte und sich damit auseinander gesetzt hat, ist das nur die halbe Miete. Denn der Fokus von Rasse zu Rasse kann so unterschiedlich ein. Wer schonmal einen Jagdhund erzogen hat, der steht mit einem Hütehund vor einer ganz anderen und neuen Erfahrung. Immerhin kennt man schonmal so grundlegendes, was natürlich helfen kann.

Aber ebenso kann man mit Fleiß und Arbeitswille eine Menge erreichen und sehr viel Wissen erlangen. Auch als Ersthundbesitzer, kann man mit einem „komplizierten“ sehr gut fertig werden, wenn man bereit ist dafür etwas zu tun. Und wenn du dich vorher genug schlau machst, dann bist du schonmal auf einem sehr guten Weg.

Zudem wächst man sehr schnell mit seinen Aufgaben und lernt schnell auch seinen Hund zu verstehen. Ich bin jetzt schon viel schlauer als zu Mortys Einzug und Morty war nicht mal mein erster Hund. Man istzudem nicht allein. Man kann sich von Anfang an von einem kompetenten Hundetrainer begleiten lassen, der einem bei Ratlosigkeit weiterhelfen kann. Eine Möglichkeit, die man als „Anfänger“ und „Fortgeschrittener“ immer gut in Betracht ziehen kann.

So das waren einfach mal ein paar Gedanken zu diesem Thema. Es ist dabei natürlich einfach meine persönliche Meinung. Du darfst natürlich gerne eine andere haben 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s