Haufen sammeln für Anfänger und Fortgeschrittene

*Werbung wegen Markennennung

Ich sammle Mortys Haufen immer ein. Nur wenn ich nicht ankomme, weil er sich mitten in einen Busch erleichtert hat, lasse ich ihn mal liegen. Das hat einige Gründe:

  1. Ich tue meinen Mitmenschen gerne einen Gefallen. Ich trete ständig selber in Hundehaufen und das ist einfach super eklig! Den Haufen aufsammeln ist ne Sache von Sekunden und gar nicht so schlimm. Den Haufen aus dem Schuhprofil rauszubekommen ist super eklig, dauert lange und bei dem Geruch bin ich dauerhaft am würgen. EKLIG!
  2. Auch rechtlich kann es beim Liegen lassen ganz schön Ärger geben. Je nach Bundeland kann man ein saftiges Bußgeld kassieren. An manchen Stellen wird das von Gerichten sogar als fahrlässig angesehen, denn durch Haufen kann auch manch eklige Sache übertragen werden. Dann kann es sogar richtig teuer werden. Außerdem kann dir dein Vermieter kündigen, wenn du deiner Pflicht nicht nachkommst und die Haufen im Gemeinschaftsgarten liegen lässt.
  3. Ich hatte es bereits geschrieben. Durch Hundehaufen wird so manch eine eklige Sache übertragen. Nicht nur von Hund auf Mensch, sondern auch von Hund zu Hund. Würmer, sonstige Parasiten, Viren können ihren Weg über den Kot von einem zum anderen Hund finden. Dass man die Häufchen liegen lässt ist somit auch gegenüber anderen Hundehaltern fahrlässig.

Plastiktütchen

Die herkömmlichen Plastikbeutel gibt es in jedem Tierbedarf oder online super günstig zu kaufen. In Hamburg werden die Beutelchen von der Stadtreinigung kostenlos zur Verfügung gestellt und auch an vielen anderen Orten bekommt man diese Beutel umsonst. Oftmals hängen sie an Hundeausläufen einfach rum und man kann sich welche für seinen Spaziergang mitnehmen.

Die herkömmlichen Tüten bestehen meist aus Polyethylen. Ein Material, welches unter anderem aus Erdöl hergestellt wird. Die Produktion dieser Tüten hat einen großen Einfluss auf den Klimawandel. Hinzukommt, dass es Produkte sind, die nur für den einmaligen Gebrauch hergestellt werden und anschließend in ihrer Entsorgung auch problematisch sind. Unfachgerechte Entsorgung trägt zu mehr Mikroplastik in unserer Umwelt bei. Und auch die Entsorgung im Müll macht die Tüten nicht umweltfreundlicher.

Ich bin ganz ehrlich. Bei dem Verschleiß an Plastikbeuteln blutet einem manchmal das Herz. Morty macht nicht immer nur einen einzigen Haufen am Tag und dann kommt ne Menge zusammen und es gibt noch mehr Hunde. In ganz Deutschland kommen jährlich ca. 500 Millionen Beutel zusammen! Deswegen bin ich froh, dass es den Trend zu nachhaltigeren Alternativen gibt, auch wenn diese noch etwas ausgereift werden können.

Welche Alternativen gibt es?

Ich muss gleich dazu sagen, dass die Möglichkeiten leider noch nicht so ausgereift sind, wie man es sich wünscht. Doch sie sind ein Schritt in die richtige Richtung und ich bin sicher, dass es bald auch bessere Alternativen gibt, dennoch möchte ich euch einige Möglichkeiten präsentieren.

Bio-Plastik:

Bio-Plastik ist nicht gleich Bio-Plastik, denn es lässt sich in zwei Gruppen unterteilen. Entweder es wird aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt oder es ist biologisch abbaubar. Doch leider gibt es noch keine Vorschriften, wann sich die Tüte Bio nennen darf.

Toll ist, wenn dieses Plastik aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht wie die Standard-Tüte aus Erdöl hergestellt wird. Allerdings werden oftmals Mischungen aus normalem und Bioplastik genutzt.

Doch auch der Bio-Plastik-Anteil ist nicht bedenkenlos nutzbar, denn entgegen seinem Ruf ist es nicht umweltfreundlicher als normales Plastik. Leider kommen für die Herstellung oftmals Pestizide und Monokulturen zum Einsatz und die Beutel sind auch in ihrer Entsorgung nicht unproblematischer als normale Tüten.

Biologisch abbaubares Plastik ist nicht immer aus nachwachsenden Rohstoffen, es zersetz sich aber in einem angemessenen Zeitraum. Wichtig ist zu schauen, ob die Tüten auch unter nicht-industriellen Bedingungen abbaubar sind. Ansonsten bauen sich die Beutelchen in der Natur nicht von selber ab und werden ähnlich wie normales Plastik zu Mikroplastik. Diese Beutel zerfallen ausschließlich unter speziellen Bedingungen in Kompostieranlagen.

Steht auf der Tüte „Heimkompostiertbar“ so kann sie sich auch in der Natur oder auf dem heimischen Komposthaufen zersetzen (Was natürlich nicht heißen soll, dass man die Tüte irgendwo hinschmeißen soll)

Recycling-Plastik:

Ich bin ein großer Fan davon Materialien wiederzuverwenden. Noch gibt es leider kaum oder keine Beutel, die aus 100% recyceltem Material bestehen und letzten Endes landen auch diese Tüten in Müllverbrennungsanlagen.

Polyvinylalkohol:

Diese Tüten sind komplett biologisch abbaubar und wasserlöslich. Für manch einen erscheint das als Nachteil ich finde dies jedoch gar nicht so schlecht. Man sollte sie halt trocken lagern! Ich selber nutze diese Tüten im Moment sehr gerne und finde, dass man es mal ausprobieren sollte. Man sollte sich nicht zu sehr von negativen Kommentaren beeinflussen lassen, sondern es einfach ausprobieren.

Papiertüten:

Papier wird aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt. Leider haben die Papiertüten dennoch keine gute Klimabilanz in ihrer Herstellung. Viel Material, damit die Tüten reißfest sind, Wasser und Energie für die Herstellung, Energielieferanten aus fossilen Brennstoffen. Außerdem stammt das Holz für die Papierherstellung oftmals nicht aus Deutschland, sondern aus weltweiten Gebieten.

Im Vergleich zur konventionellen Plastiktüte, schneiden sie dennoch besser ab. Will man noch mehr auf die Umwelt achten, sollte auf Tüten aus regionalem Holz oder aus recyceltem Papier zurückgegriffen werden. Ein dickes Plus gibt es für die Entsorgung dieses Materials, denn Papier verrottet relativ schnell.

Welche Anbieter gibt es?

Die Standard-Plastikbeutel bekommt ihr an jeder Ecke von etlichen Anbietern. Ich möchte die Aufmerksamkeit etwas auf Hersteller nachhaltiger Alternativen hinweisen. Auch wenn sie noch nicht perfekt sind bin ich begeistert und finde:

Wenn ihr euch auf die Suche nach einer nachhaltigeren Alternative macht, nehmt euch von einfach grün gefärbten Beuteln in Acht. Ja manch ein Hersteller möchte mit etwas grüner Farbe in der Plastiktüte nachhaltig den Anschein herstellen, obwohl sie es nicht sind.

Wie die Haufen richtig entsorgen?

Ab in die Schwarze Tonne damit! Nicht in den Bio-Müll, nicht in die gelbe Tonne, nicht auf den Komposthaufen. Viren, Bakterien etc. brauchen nämlich höhere Temperaturen um vernichtet zu werden. Diese können in den genannten Möglichkeiten nicht erreicht werden. Also ab in den Restmüll.

Was ich allerdings schade finde ist die Entsorgung. Restmüll wird meistens verbrannt und somit landet egal welche Verpackung du nutzt dein Hundehaufen in seiner Ökotüte sowieso in der Müllverbrennungsanlage. Auch die Sortieranlagen können zwischen unterschiedlichen Plastikarten nicht unterscheiden.

Fazit

Ich finde es gut, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen zur normalen Kacki-Tüte immer größer wird. Ich finde es Wahnsinn wie viel Plastikmüll tatsächlich entsteht. Generell finde ich machen wir im Moment einen schönen Wandel zum nachhaltigeren Leben durch und ich halte dies für eine sehr schöne Entwicklung.

Allerdings ist das Thema Nachhaltigkeit kein leichtes, denn viele Konzepte sind noch nicht vollkommen ausgereift. Noch hat alles einen Haken. Klar haben alle möglichen Alternativen noch ihre besonderen Nachteile, doch das finde ich nicht schlimm. Es wird immer weiter geforscht, überlegt und entwickelt und Produkte werden nach unseren Wünschen produziert. Ja die Tüten sind alle noch nicht perfekt aber ein guter Schritt in die richtige Richtung. Kleinvieh macht auch Mist 🙂

Die für mich beste Alternative sind aktuell die Tüten aus Polyvinylalkohol, da sie biologisch abbaubar und wasserlöslich sind. Noch hatte ich nie Plötzlich ein Haufen ohne Tüte in der Hand, weil die sich so schnell auflösen. Ich denke man sollte es einfach ausprobieren, ob diese Alternative zu einem passt.

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